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Cora Hergenröder ist Bayerische Vizemeisterin 2022 in der Altersklasse U14w

Co­ra ist Baye­ri­sche Vi­ze­meis­te­rin U14w 2022

In die­sem Jahr fan­den die Baye­ri­schen Mäd­chen­meis­ter­schaf­ten wie­der auf Burg Wern­fels in Spalt bei Nürn­berg statt. Über 70 Mäd­chen hat­ten sich über die Be­zirks­meis­ter­schaf­ten oder mit­tels Frei­plät­zen für die „Baye­ri­sche“ qua­li­fi­ziert und lie­ßen 5 Ta­ge ih­re Köp­fe qual­men, um sich ein Ti­cket für die Deut­schen Ju­gend­meis­ter­schaf­ten zu erspielen.

In der Al­ters­klas­se U14w ging Co­ra Her­gen­rö­der, an Po­si­ti­on 3 ge­setzt, an den Start. Si­cher ge­wann sie ih­re ers­ten bei­den Run­den ge­gen die no­mi­nell schwä­che­ren Adi­ti Ana­par­thi und Sa­rah Otrem­ba, auch wenn sich die „DWZ-lo­se“ Sa­rah als kein zu un­ter­schät­zen­der Geg­ner erwies.

In der drit­ten Run­de er­war­te­te sie mit Ve­ro­ni­ka Flierl, der baye­ri­schen Meis­te­rin vom Vor­jahr, kei­ne leich­te Auf­ga­be. In kom­ple­xer Stel­lung, in der sich noch viel Ma­te­ri­al auf dem Brett be­fand, be­hielt sie in beid­sei­ti­ger Zeit­not die Über­sicht und sam­mel­te zu­erst ei­ne Qua­li­tät und kurz dar­auf auch den vol­len Punkt ein.

Et­was un­glück­lich kam die Aus­lo­sung in Run­de 4, in der sie in ih­rer drit­ten Schwarz­par­tie ge­gen die Top­ge­setz­te Eli­sa­beth Reich spiel­te. Oh­ne gro­ße Mü­he glich sie nach der Er­öff­nung aus und hat­te ei­ni­ge klei­ne­re Chan­cen, in Vor­teil zu kom­men. Aber wie Co­ra ließ auch Eli­sa­beth klei­ne­re Mög­lich­kei­ten aus und am En­de stand ein fai­res Re­mis auf dem Papier.

Geg­ne­rin in der 5. Run­de war die erst zehn­jäh­ri­ge Co­si­ma Wag­ner, deut­sche Vi­ze­meis­te­rin der Al­ters­klas­se U10, die frei­wil­lig ei­ne Al­ters­klas­se hö­her spiel­te. Co­ra kam mit den wei­ßen Stei­nen nach ei­nem un­ge­nau­en Zug von Co­si­ma gut aus der Er­öff­nung, schlug dann aber ver­früht ei­nen Zen­trums­bau­ern und kam auf­grund der ak­ti­ven Fi­gu­ren von Co­si­ma in Bre­douil­le. Et­was über­ra­schend bot Co­si­ma Re­mis, das Co­ra in sehr schwie­ri­ger Stel­lung dan­kend annahm.

In Run­de 6 traf sie auf die Zweit­ge­setz­te Lin Eng­lert, die zu­gleich auch ih­re letz­te Geg­ne­rin aus dem fünf­köp­fi­gen Fa­vo­ri­ten­kreis war. Aus der Er­öff­nung her­aus stand Co­ra früh nach ei­ni­gen star­ken Zü­gen völ­lig auf Ge­winn, aber nach ei­nem un­güns­ti­gen Da­men­tausch wen­de­te sich das Blatt. In der End­stel­lung war das Re­mis – auch mit Aus­blick auf die Ta­bel­le — aber kein schlech­tes Ergebnis.

Span­nung bis zur letz­ten Run­de, denn Ve­ro­ni­ka (5) traf auf Co­si­ma (4,5), wo­bei Lin (4,5) und Co­ra (4,5) ge­gen schwä­che­re Geg­ne­rin­nen spiel­ten. Die Top­ge­setz­te Eli­sa­beth war nach ei­ner Nie­der­la­ge in Run­de 6 aus dem Titelrennen.

Auf­grund Co­ras sehr star­ker Buch­holz war da­von aus­zu­ge­hen, dass ein Sieg in der letz­ten Run­de min­des­tens für den 2. Platz rei­chen soll­te. Sou­ve­rän und un­be­ein­druckt ge­wann Co­ra ih­re letz­te Par­tie, doch auch Ve­ro­ni­ka und Lin sieg­ten … kur­zes Zit­tern, aber letzt­end­lich setz­te sich Co­ra (5,5) nach ei­nem sehr star­ken Tur­nier und ei­nem DWZ-Plus von ca. 40 Punk­ten dank bes­se­rer Buch­holz vor Lin (auch 5,5) durch. Nur ih­rer gu­ten Freun­din Ve­ro­ni­ka (6) muss­te sie den Vor­tritt las­sen, was sich aber auf­grund der Qua­li­fi­ka­ti­on zur Deut­schen Meis­ter­schaft gut ver­kraf­ten lässt.

Au­tor: Lu­kas Köh­ler
Bil­der: Edin Pe­zer­ovic

Cora konzentriert am Brett mit schwarz auf dem Weg zum Vizemeistertitel
Co­ra kon­zen­triert am Brett mit schwarz auf dem Weg zum Vizemeistertitel