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Von links nach rechts: Tizian Steiner, Jens Herrmann, Dr. Christoph Saring, Michael Stierhof, Joachim Krisin, Dr. Berthold Gehlert, Dr. Jürgen Röber, Ralf Riemer, Lukas Köhler, Tobias Kolb, Vincent Wolf - Foto © Prof. Dr. Peter Krauseneck

Bam­berg siegt ge­gen Würzburg

Am Sonn­tag gab es ei­nen klei­nen Städ­te­ver­gleich, denn ers­te und zwei­te Mann­schaft der Bam­ber­ger muss­ten in der Lan­des­li­ga bzw. Re­gio­nal­li­ga nach Würz­burg reisen.

Nach den Wer­tungs­zah­len wa­ren die Bam­ber­ger fa­vo­ri­siert, was sich auch in der kon­kre­ten, durch Co­ro­na mo­di­fi­zier­ten Auf­stel­lung widerspiegelte.

In bei­den ers­ten Mann­schaf­ten fehl­ten die tsche­chi­schen IMs und wei­te­re Stamm­spie­ler, was zu ei­nem deut­li­chen Wer­tungs­plus von 75 Punk­ten bei den Bam­ber­gern führ­te, ähn­lich in der zwei­ten mit ei­ni­gen Er­satz­spie­lern auf bei­den Sei­ten mit 82 Punkten.

Wäh­rend die zwei­te Mann­schaft der Würz­bur­ger Brett 7 nicht be­set­zen konn­te und schon bald im Ver­lauf des Kamp­fes in ent­schei­den­den Nach­teil (2 : 6) ge­riet, ent­wi­ckel­te sich bei der ers­ten ein zä­hes Rin­gen mit wech­seln­den Vorteilen:

Krau­sen­eck an Brett 4 hat­te sich in der Er­öff­nungs­pha­se leicht­sin­nig zu ei­nem kom­bi­na­to­ri­schen Bau­ern­ge­winn hin­rei­ßen las­sen, wur­de aber von sei­nem jun­gen Geg­ner kon­se­quent be­straft, so dass es nach ei­nem bal­di­gen Re­mis an Brett 5 nach 3 Stun­den 1,5 : 0,5 für Würz­burg stand.

Rö­ber an 7 konn­te nach kom­ple­xer Er­öff­nungs­be­hand­lung aber aus­glei­chen, be­vor Bü­cker an 8 sei­nen ma­te­ri­el­len Vor­teil wie­der ein­stell­te und den Punkt zur Würz­bur­ger Füh­rung sei­nem Geg­ner über­las­sen musste.

Plöhn an 3 konn­te sei­ne lang­fris­ti­ge In­itia­ti­ve dank der fin­di­gen Ver­tei­di­gung sei­nes Op­po­nen­ten nicht wei­ter ver­stär­ken und muss­te nach lan­gem Be­mü­hen ins Re­mis einwilligen.

So kam es sehr ge­le­gen, dass an 2 Köh­lers no­mi­nell stär­ke­rer Geg­ner, ein frü­he­rer Bam­ber­ger, in kom­pli­zier­ter Stel­lung nicht die bes­te Fort­set­zung fand und an sei­nen struk­tu­rel­len Schwä­chen zu­grun­de ging.

Bei Gleich­stand muss­ten nun die bei­den letz­ten Par­tien die Ent­schei­dung brin­gen, wo­bei Mit­tag an 6 mit ei­nem letzt­lich sou­ve­rän ge­won­ne­nen Tur­m­end­spiel erst­mals für die Bam­ber­ger Füh­rung sorgte.

Kolb an 1 hat­te in Zeit­not zu­nächst Re­mis ab­ge­lehnt, lan­de­te dann aber in ei­nem schwie­ri­gen, bei op­ti­ma­lem Spiel des Geg­ners ver­lo­re­nen End­spiel, was er aber durch zä­hes und sehr ge­nau­es Spiel nach 6 Stun­den doch noch Re­mis hal­ten und da­mit den knap­pen Bam­ber­ger 4,5 : 3,5‑Sieg si­chern konnte.

Die Er­geb­nis­se im Ein­zel­nen (Bam­berg zu­erst genannt):

FM Kolb (2303) – Sh­pa­ti (2156) ½ : ½
Köh­ler (2121) – FM Rupp (2126) 1 : 0
Dr. Plöhn (2092) – Chen (2047) ½ : ½
Prof. Krau­sen­eck (2049) – Ei­chen­au­er (1932) 0 : 1
Herr­mann (2058) – Bräu­ti­gam (2042) ½ : ½
Mit­tag (1999) – Vogt (1938) 1 : 0
Dr. Rö­ber (2034) – Er­söz (1870) 1 : 0
Bü­cker (1925) – Kin­ke­lin (1872) 0 : 1

Auch die 3. Mann­schaft konn­te in der Be­zirks­la­ge West ei­nen kla­ren Sieg mit 5 : 1 ge­gen Strul­len­dorf lan­den und die 3 Kreis­li­ga­mann­schaf­ten blie­ben un­be­siegt, so dass der Schach­club ei­nen er­folg­rei­chen Wett­kampf­tag fei­ern konnte.

Au­tor: Prof. Dr. Pe­ter Krauseneck

Kampf bis zum nackten König um den Mannschaftssieg: Tobias Kolb (links) gegen Ted Shpati
Kampf bis zum nack­ten Kö­nig um den Mann­schafts­sieg: To­bi­as Kolb (links) ge­gen Ted Shpati