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IM Josef Pribyl verstorben

IM Jo­sef Pri­byl verstorben

Der Schach­club 1868 Bam­berg e. V. trau­ert um

In­ter­na­tio­na­len Meis­ter Jo­sef Pri­byl
12.10.1947 – 29.06.2026

Wir ha­ben ei­nen Men­schen ver­lo­ren, der mit un­se­rem Ver­ein seit über 50 Jah­ren ver­bun­den war und sich da­bei gro­ße Ver­diens­te er­wor­ben hat.

Seit An­fang der 1990er Jah­re war er Mit­glied und stand in un­zäh­li­gen Kämp­fen un­se­rem Ver­ein zur Sei­te, führ­te ihm im­mer wie­der auf Zeit star­ke Spie­le­rin­nen und Spie­ler zu — ge­nannt sei­en nur als er­folg­reichs­ter der spä­te­re GM Da­vid Na­va­ra und aus der ei­ge­nen Fa­mi­lie Sohn, En­kel und Schwie­ger­sohn — und war selbst un­ver­dros­sen noch in der letz­ten Sai­son in der I. Mann­schaft als wich­ti­ger Stamm­spie­ler am Brett.

Zu­letzt hat­te er sei­ne Be­reit­schaft, auch in der kom­men­den Sai­son wie­der in al­len Kämp­fen für un­se­ren Ver­ein an­zu­tre­ten, zum Aus­druck gebracht.

Schon 1993 be­ton­te der da­ma­li­ge 1. Vor­sit­zen­de Dr. Horst Pfle­ger in ei­nem Pres­se­ge­spräch das „aus­ge­zeich­ne­te Ab­schnei­den un­se­rer Neu­zu­gän­ge aus Prag, die auch mensch­lich ein Ge­winn für un­se­re ers­te Mann­schaft sind …“.

Jo­sef Pri­byl er­leb­te mit un­se­rem Ver­ein Ab­stie­ge und Auf­stie­ge. Sei­nem Bam­ber­ger Ver­ein blieb er treu und en­ga­gier­te sich in ver­schie­de­ner Weise.

Un­ver­ges­sen für al­le Teil­neh­men­den bleibt die von ihm or­ga­ni­sier­te Ein­la­dung nach Prag mit ei­nem brei­ten schach­li­chen und kul­tu­rel­len Programm.

Jo­sef war ein Vor­bild, und man wuss­te ihn zu schät­zen: als Schach­freund, als Geg­ner, als ver­läss­li­chen Spie­ler, als sym­pa­thi­schen Eu­ro­pä­er, als an­ge­neh­men und freund­li­chen Zeit­ge­nos­sen, dem zu be­geg­nen im­mer ein Ge­winn war.

Da­bei be­ein­druck­te sei­ne per­sön­li­che Be­schei­den­heit, ste­te Un­auf­ge­regt­heit und die ein­neh­men­de Art, mit der er an­de­ren Men­schen zu be­geg­nen wusste.

Auch als man im Lau­fe der Jah­re im Rah­men ei­ner an­de­ren Vor­stand­schaft der Mei­nung war, „auf die ‘Gast­spie­ler’ — ins­be­son­de­re aus der Tsche­chi­schen Re­pu­blik — ver­zich­ten“ zu sol­len, blieb Jo­sef Pri­byl mit dem Ver­ein ver­bun­den und war zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt so­fort wie­der be­reit, für den SC 1868 anzutreten.

In un­se­rer Trau­er um Jo­sef Pri­byl ste­hen wir an der Sei­te sei­ner Ehe­frau Růže­na Při­by­l­o­vá, die ihn oft be­glei­tet hat, und sei­ner Fa­mi­lie, sa­gen ihm und ih­nen ein herz­li­ches Dan­ke und wer­den Jo­sef Pri­byl stets in wert­schät­zen­der Er­in­ne­rung behalten.

(Die Zi­ta­te sind dem Band “Das Haar muss zie­hen! 150 Jah­re Schach­club 1868 Bam­berg” entnommen.)

Au­tor: Ar­no Lembke
Bild: Wi­ki­pe­dia