Am 15. März fand in Augsburg wieder das Purim- Schnellschachturnier der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg mit 34 Teilnehmern statt.
Das Turnier wurde erstmals 2002 vom dortigen Amateurschachclub der IKG – gegründet von zugewanderten Juden der ehemaligen Sowjetstaaten — veranstaltet und vereinte anfangs nur die Schachspieler der bayerischen IKGs, aber nach wenigen Jahren auch Spieler der befreundeten lokalen Schachclubs am Fest Purim zu einem Schnellschachturnier.
Purim ist traditionell ein fröhliches Fest mit Spielen, Verkleidung und speziellen Speisen, an dem die Rettung des jüdischen Volkes vor der Vernichtung durch Haman, den höchsten Beamten des persischen Großkönigs Xerxes I. (486 — 465 v. Chr.), gefeiert wird.
Zum ersten Mal nahm dieses Jahr eine gemischte Mannschaft mit je 2 Spielern der IKG Bamberg mit Drabkin und Karateev, sowie vom Schachclub mit Krauseneck und Riemer teil, wobei Krauseneck als 4. der Setzliste die besten Chancen hatte, vorne ein Wörtchen mitzureden.
Fast wichtiger als das Schachspiel selbst war die besondere Atmosphäre des Turniers, geprägt durch den imposanten Bau des weitgehend erhaltenen Gemeindezentrums mit einer der schönsten und größten Synagogen Deutschlands, die wir nach dem Turnier ebenso wie das eindrucksvolle jüdische Museum besichtigen konnten.
Eine herzliche Gastfreundschaft mit kostenlosen Getränken und leckeren Snacks zur Pause wurde uns zuteil, und die Abwicklung des Turniers in russischer Sprache war eine weitere reizvolle Besonderheit.
Nach einem spannenden Turnierverlauf kam es in der letzten Runde zum Showdown zwischen der Nr. 2 der Setzliste, dem aus Odessa stammenden Augsburger IKG-Mitglied Mark Albeker, und der Nr. 4, der mit einem Sieg für Krauseneck und dem Turniergewinn mit einem halben Punkt Vorsprung endete.
Bei den Mannschaften lag München vor Nürnberg, Augsburg und Bamberg.
Bilder: Prof. Dr. Peter Krauseneck