Schon zum 9. Mal hatten die Israelitische Kultusgemeinde und der SC 1868 Bamberg gemeinsam zum deutsch-jüdischen Blitzschachturnier eingeladen. Dieses ist seit 3 Jahren dem Gedenken an den hochverdienten Moses Höflein, Rechtsanwalt und Justizrat, langjähriger früherer Vorsitzender des Schachvereins und auch des TV 1860 Bamberg gewidmet, der 1940 im letzten Moment vor dem KZ fliehen konnte.
Der Schirmherr des Turniers, Schachgroßmeister Dr. Helmut Pfleger, würdigte ihn und auch Willy Lessing, den Namensgeber der Straße, an der heute die IKG liegt, der schon 1938 von Nazis zu Tode geprügelt wurde.
Dr. Pfleger erinnerte auch an die herausragende Rolle, die Juden schon immer im Weltschach gespielt haben, und dass somit ein Schachturnier sich bestens zur Erinnerung und Pflege der Gemeinsamkeit eignet.
Obwohl die Teilnehmer aus Regensburg und München wegen Sperrung der Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg nicht anreisen konnten, nahmen 24 Spieler den Wettkampf auf und lieferten unter der souveränen Leitung von Schiedsrichter Claus Kuhlemann spannende und inhaltsreiche Partien.
Durch seinen Sieg im „Endspiel“ der letzten Runde konnte der Jugendliche Yaroslav Demchenko seinen bis dahin führenden Vereinskameraden vom SC Bamberg, Ralf Mittag, noch auf den 2. Platz verweisen vor den Zwillingsbrüdern Wladislav und Stanislav Berlizov aus Beilngries.
Der zweitbeste Jugendliche David-Andrei Valean aus Schweinfurt bekam den höher dotierten Ratingpreis bis 1900 DWZ, so dass der dritte Jugendliche Suyash Gavade den Jugendpreis erhielt.
Yannick Wingerter konnte Preis und Pokal für Nicht-Vereinsspieler mit nach Hause nehmen, und Prof. Peter Krauseneck gewann einmal mehr den Seniorenpreis.