In der Bronzezeit

Das Jahr eins nach dem großen Vereinsjubiläum geht als große „Bronzezeit″ in die Annalen des Schachclub 1868 Bamberg ein. Vier 3. Plätze und ein 2x 3. Platz bilden die Bilanz der Bamberger Mannschaften in der Spielzeit 2018/19. Gänzlich unerwartet wiederholte Bambergs Erste nach einem glücklichen Erfolg über den SC Forchheim und wechselhaftem Saisonverlauf noch ihre Vorjahres-Platzierung in der Landesliga Nord. Die Meisterschaft buchstäblich selbst in der Hand hatte Bambergs Zweite. Nach spannendem Geschehen musste diese sich jedoch dem Kronacher SK geschlagen geben, wodurch diese zum Königsmacher in der Regionalliga Nord-West avisierte. Ebenfalls auf dem Podest landete Bambergs Dritte, die viel zu spät ihr Erfolgsgeheimnis entdeckte, während es die Vierte auf den Schlussgeraden entscheidend an Zielstrebigkeit vermissen ließ. Ohne Erwartungsdruck aufspielen, konnte Bambergs neu geschaffenes „Nachwuchs- und Talentteam″ fünfte Mannschaft, das einen guten 6. Platz erzielte. Näheres zum Abschneiden und zum Spiel der ersten und zweiten Mannschaft berichtet Prof. Dr. Peter Krauseneck.


Ligamanager: Übersicht zu den Ligen


 Mit einem etwas glücklichen Sieg sicherte sich der SC 1868 wie im Vorjahr den undankbaren 3. Platz in der Landesliga Nord. Da auch die 2., 3. und 4. Mannschaft in ihren Ligen Dritter wurden, scheint sich ein Abonnement auf den Bronzeplatz zu entwickeln. Da auch in diesem Jahr in der Landesliga der zweite noch Aufstiegschancen hat, mischt sich in die Freude über das gute Abschneiden Enttäuschung über die zum Saisonbeginn verschenkten Punkte. Bei diesem Kampf durfte man sich nicht beklagen, denn trotz bester Voraussetzungen brauchte es etwas Glück zum Sieg. Forchheim hatte das Spitzenbrett wegen Erkrankung ersatzlos abgegeben und musste außerdem mit 3 Ersatzspielern antreten, die ihre Sache aber gut machten. Nach dem kampflosen Punkt an 1 gab es zunächst ein Freundschaftsremis an Brett 3 durch Hümmer. An 7 konnte Riemer seinen klaren DWZ-Vorteil ebenso wenig nutzen wie später Dr. Plöhn an 6, so dass es zwischenzeitlich nach einem Forchheimer Sieg aussah. Schmidt an 2 hatte sich in der Eröffnung verrannt und stand klar auf Verlust, und auch in den verbliebenen 3 Partien lagen die Vorteile nicht auf Bamberger Seite. Zur Zeitkontrolle leitete Köhler an 8 dann die Wende ein, indem er seinen Gegner doch noch überspielte. Mittag an 4 und Krauseneck an 5 retteten schwierige, aber objektiv verlorene Stellungen ins Remis und damit den Mannschaftserfolg.

 

Die Ergebnisse im Einzelnen (Bamberg zuerst genannt):

Krug (2096) – GM Jansa (2446) +/-, Justus Schmidt (2170) – Heidrich (2269) 0:1, Hümmer (2127) – Doeres (2151) ½, Mittag (2097) – Wichmann (2020) 1/2, Prof. Krauseneck (2098) – Auburger (2051) 1/2, Dr.Plöhn (2085) – Heinkelmann (1864) 1/2, Riemer (2096) – Wallisch (1831) ½, Lukas Köhler (2040) – Dr. Radeck (1848) 1:0