Veranstaltungshinweis: Bauernschach-Turnier - Update: Jetzt mit Bericht

Viele Wochen wurde bereits fleißig gesät. Wurden die Grundlagen gelegt. Jetzt wird es Zeit, am 1. Februar die erste Ernte beim „Bauern-Schach″ einzuholen; und den Nachweis zu erbringen, dass man ein echter Zwiebeltreter ist. Gespielt wird jeweils nur mit den Königen und den acht getreuen Bauern. Die Zeit je Partie beträgt 10 Minuten je Spieler. Die Anzahl der Runden ist dabei abhängig vom Zuspruch. Das Turnier richtet sich an Kinder- und Jugendliche. Beginn: 18:15 Uhr, Klemens-Fink-Zentrum. Update: Bei der 1. Auflage des „Bamberger Zwiebeltreter Cups“ setzte sich mit Tizian Steiner ein Spieler durch, der bereits in der Bamberger Vereinsmeisterschaft (SKV) und den Mannschaftskämpfen mit gefälligen Leistungen auf sich aufmerksam machte. Als Dritter der Setzliste unter 11 Teilnehmern deklassierte er scheinbar spielerisch leicht auch die favorisierten Vincent Wolf und Maximilian Zweckbronner, und sicherte sich mit 6,5 Punkten souverän den Titel. Zweiter wurde Zweckbronner mit einem Punkt Abstand, gefolgt vom Bamberger Jugendvereinsmeister Timon Renner mit 4,5 Punkten. Einige Anmerkungen zum Spielgeschehen nach dem Weiterlesen.


Teilnehmerliste Endstand
Bildergalerie Kreuztabelle

Sie gelten als langweilig und spröde. Ihnen sagt man nach, dass diese doch alle remis seien, ähnlich wie bei Turmendspielen: Die Rede ist von Bauern-Endspielen. Zu Unrecht und weit gefehlt, wie die 1. Auflage des Zwiebeltreter-Cups eindrucksvoll bewies. Anfangen von „einfachen“ Oppositionsstellungen, bis hin zu schwierigen Bauern-Wettrennen mit anschließender Damen-Umwandlung, Bauern-Durchbrüchen oder einzelnen Fällen eines Selbstmatts oder Patts war zur Freude und Erheiterung der insgesamt elf Teilnehmer und der Zuschauer alles zu bestaunen. Stattdessen erfordern diese bei genauerer Betrachtung vom Anwender doch sehr viel und erweisen sich als sehr anspruchsvoll: Neben einer Portion Cleverness in der Bauernführung bedürften diese viel Voraussicht, einer guten Technik – und nicht zuletzt ein bisschen Glück. Beim Turnier gelang all dies mit 6,5 Punkten – bei lediglich einem Unentschieden – Tizian Steiner am besten, gefolgt von den Spielern Maximilian Zweckbronner und Timon Renner. Mit insgesamt acht Unentschieden bei 70 gespielten Partien, was einer Quote von 11% entspricht, war der Remis-Anteil wider Erwarten auch relativ gering (Statistisch: 26,87%, n: 120.000 (vgl. Jesus de la Villa (2017)). Am Ende kam die Frage auf, wann es zur nächsten Auflage dieses Turnier käme. Damit ist Bamberg endgültig im „Bauern-Fieber“ angekommen, was Spieler und Zuschauer gleichermaßen in den Bann zog und Letztere auch spontan zum Nachmachen animierte.