Zur scharfen Klinge - jetzt mit Bericht

Das war wohl doch des Guten zu viel. Zwar war dem Team um Prof. Dr. Peter Krauseneck gegen den unterfränkischen Aufsteiger Klingenberg die Brisanz der Tabellensituation anzumerken, als die scharfen und riskanten Angriffe der Gäste jedoch ins Leere liefen, stand ein letztendlich verdienter 5:3-Erfolg für die Bamberger fest. Damit kann die Mannschaft mit 4:4 Punkten erst einmal in der Landesliga im Mittelfeld überwintern und den Blick wieder nach oben richten. Nach dem Weiterlesen folgt ein Bericht des Mannschaftsführers Krauseneck.


Ligamanager: Landesliga Nord


Gegen die Gäste aus Klingenberg hatte die 1. Mannschaft des Schachclubs wieder einen um 50 Punkte besseren DWZ- Schnitt, wie in den beiden letzten verlorenen Kämpfen. Wie beim anderen Aufsteiger Schwandorf, waren die Bretter 1 und 2 der Gegner favorisiert, während an den hinteren Brettern die Bamberger klare Vorteile hatten.

Dem von daher etwas befangenen Auftreten der Gastgeber kam die überscharfe Partieanlage der Gegner an Brett 1 und 3, die mit Figurenopfern zu Werke gingen, entgegen. Wurde man doch zum offenen Kampf gezwungen und konnte ohne Zaudern und Zögern seine Stärke erfolgreich ausspielen. Genauso unbefangen vertrat Lukas Köhler die Jugend an Brett 8 und zwang den Gegner mit einem schönen Turmopfer zur Aufgabe. So stand 3 Siegen nur ein Verlust entgegen, den Bernd Hümmer an 4 durch das Übersehen einer „petit combination“ hinnehmen musste. Zwei soliden Remisen aus leicht schlechterer Stellung heraus an Brett 2 und 6, folgte ein glückliches Unentschieden an Brett 7, bei dem sich Dr. Plöhn nach anfänglichen Vorteilen gleich mehrfach beim Gegner für ausgelassene Gewinnmöglichkeiten bis hin zur Schlussstellung bedanken musste. Im Gegenzug konnte Mittag an 5 seine Gewinnstellung nicht verwerten, so dass der 5:3 Erfolg in Ordnung geht.

 Die Ergebnisse im Einzelnen (Bamberg zuerst genannt):


IM Pribyl (2245) – Englert (2364) 1:0, Krug (2097) – T. Kuhn (2207) ½, Justus Schmidt (2152) – Kraich (2127) 1:0, Hümmer (2129) – Strobel (2033) 0:1, Mittag (2103) – Wambach (2010) ½, Prof. Krauseneck (2099) – K. Link (1922) 1/2, Dr. Plöhn (2092) – Zöller (1918) 1/2, L. Köhler (1956) - Langer (1893) 1:0

Bei der 2. Mannschaft stand die Neuauflage des letztjährigen Spitzenkampfes um den Aufstieg aus der Oberfrankenliga nunmehr eine Klasse höher in Seubelsdorf an. Diesmal hatten die in stärkster Aufstellung angetretenen Gastgeber in einem wechselvollen Kampfverlauf die Nase vorn und konnten so den etwas ersatzgeschwächten Spitzenreiter stürzen und selbst ins Mittelfeld aufrücken. Die Bamberger konnten zwar die 3:0 Führung der Seubelsdorfer aufholen, aber in der Zeitnot brachte ein Einsteller an Brett 8 doch noch das 4,5 ; 3,5 für den nur scheinbaren „Underdog“.

Die Ergebnisse im Einzelnen (Bamberg zuerst genannt):

Öhrlein (2104) – Gegenfurtner (2314) 0:1, Riemer (2094) – Michalek (2134) 0:1, Herrmann (2034) – Bergmann (2049) 1:0, P. Wolf (1932) – Adamovic (1939) 0:1, Mikuta (2002) – M. Hofmann (1952) 1:0, Dr. Saring (1985) – Gebhardt (1909) 1:0, P. Wagner (1874) – Prof. Voigt (1833) 1/2, Weinberg (1787) – T. Kolb (1766) 0:1

Die 3. Mannschaft holte in der Bezirksliga West Ihren ersten Mannschaftspunkt gegen den Coburger SV, während die 4. unangefochten die Kreisliga anführt und die 5. spielfrei hatte..