Bambergs neue Zwillinge

Symmetrie gilt als Ausdruck der Natur und als Prinzip alles Seins. Zumeist wird diese auch mit Schönheit, Klarheit und Harmonie gleichgesetzt. Dass diese darüber hinaus die Grundlage des Erfolgs ist, war am Sonntag beim Spiel in der Landesliga Nord zum Auftakt gegen den Aufsteiger aus Kitzingen zu bewundern. In einer über weiten Strecken bis in die fünfte Stunde äußerst umkämpften und spannenden Begegnung waren es am Ende Bambergs „neue Zwillinge″ Justus Schmidt und Neuzugang Jaroslav Danes, die mit identischem Aufbau als Weiße durch ihre Siege den Unterschied machten. Die übrigen Bretter, an denen versucht wurde, aktiv das Gleichgewicht zu stören und zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen, endeten allesamt in der Punkteteilung. Insgesamt zeugte der 5:3-Erfolg von einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die weiter hoffen lässt. Ebenfalls gut in die Saison gestartet, ist Bambergs die Zweite, die mit 4,5:3,5 die Punkte aus Stetten entführte. Denkbar knapp verlor Bambergs Dritte 3,5:4,5 gegen Burgkunstadt. Bamberg 4 gewinnt 6:2 gegen Bamberg 5. Alle Ergebnisse und die Partien zum Nachspielen auf dem Ligamanager. Nach dem Weiterlesen folgt ein Spielbericht von Prof. Dr. Peter Krauseneck.


  Ligamanager Bayern: Ergebnisse und Partien

Zur ersten Runde der Landesliga Nord empfing der SC 1868 den nachgerückten Aufsteiger Kitzingen, gegen den man sich einen deutlichen Sieg erhoffte. Da die Gäste in stärkster Formation antraten und die Bamberger auf zwei Stammspieler verzichten mussten, hatten sie im Durchschnitt nur 29 DWZ-Punkte mehr. So entwickelte sich ein spannender Kampf buchstäblich bis zur „letzten Minute“, in der erst durch Zeitüberschreitung eines Kitzinger Spielers die endgültige Entscheidung fiel. Dabei hatten die Bamberger im Lauf des Kampfes weit mehr mit Zeitnot zu kämpfen.

Zunächst gab es wenig spektakuläre und erwartbare Unentschieden an Brett 5 und 8, wobei sich Jugendspieler Pablo Wolf gut bewährte. Dann mussten jedoch auch die deutlich favorisierten Bamberger an 1, 6 und 7 ins Remis einwilligen, zumal die Kitzinger eher leicht im Vorteil gewesen waren. Neuzugang Jaroslav Danes sorgte schließlich mit einem schön herausgespielten Sieg gegen den stärksten Kitzinger für die so wichtige Bamberger Führung. Nachdem sich Krug an 3 in einem langwierigen, ungünstigen Turmendspiel trotz hoher Zeitnot behauptet hatte, war in der letzten verbliebenen Partie der Kitzinger Kunz so unter Druck, dass er Dauerschach verschmähte und schließlich in schon schlechterer Stellung die Zeit zum 5:3 Endstand überschritt.

Die Ergebnisse im Einzelnen (Bamberg zuerst genannt):
Pribyl (2245) – Yalcin (2145) ½, Danes (2246) – Kliche (2210) 1:0, Krug (2097) – Kannenberg (2128) ½, Schmidt (2152) – Kunz (2089) 1:0 ZÜ, Mittag (2103) – Ferlan (2128) ½, Prof, Krauseneck (2099) – Kwossek (1974) ½, Herrmann (2034) – Sendner (1849) ½, P. Wolf (1932) – Basel (1998) ½ 

 

Mit einem knappen, aber weit souveräner herausgespielten Sieg startete die 2. Bamberger Mannschaft ebenfalls erfolgreich in die nach dem Aufstieg erreichte Regionalliga Nordwest. Die schon in der Liga etablierte SpVgg Stetten (bei Karlstadt), einzige Mannschaft in den bay. Ligen mit drei weiblichen Spielerinnen, wurde zu Hause mit 4,5:3,5 bezwungen, wobei auch durchschnittlich 61 DWZ-Punkte mehr auf der Bamberger Seite zu verzeichnen waren. Mannschaftsführer Dr. Christoph Saring konnte dabei einen schönen Angriffssieg gegen die frisch gebackene Bay. Meisterin Katharina Mehling erringen und den Mannschaftssieg sichern, nachdem Dr. Plöhn an Brett 1 in seiner Spezialvariante den 1. Punkt erzielt hatte. Die beiden anderen Damen machten den Bambergern das Leben schwer und holten 1,5 Punkte.

Die Ergebnisse im Einzelnen (Bamberg zuerst genannt):

Dr. Plöhn (2092) - Amtmann (2064) 1:0, Öhrlein (2104) – Wurm (2099) ½, Riemer (2094) – Roth (1942) ½, Mikuta (2002) – Lena Wisheckel (1909) 0:1, Dr. Saring (1985) – Katharina Mehling (1911) 1:0, Lenhardt (1866) – Th. Deißenberger (1885) ½, Daum (1859) – A. Deißenberger (1797) ½, Weinberg (1787) – Lea Bosse (1695) 1/2