Rückschau zum Festwochenende

Mit den Feierlichkeiten des 29./ 30. Juni erreichte das 150-jährigen Vereinsjubiläum des Schachclub 1868 Bamberg seinen vorläufigen Höhepunkt. In seinem Beitrag lässt Prof. Dr. Peter Krauseneck diese ganz besonderen Tage, seine Gäste und das gebotene Programm noch einmal Revue passieren. Mehr Informationen nach dem Weiterlesen.

 

 

Mit einem Nostalgie-Treffen am Vortag sowie einem Schnellturnier mit Ehemaligen und Aktiven und dem Festabend am 30.6. im Bistumshaus fand das Bamberger Jubiläumsjahr seinen Höhepunkt.

Das Turnier gewannen die Ehemaligen GM Mathias Womacka und Alexander Kurz vor Ehrenpräsident Reinhard Bucka, der in glänzender Form mehrere Spieler der 1. Mannschaft hinter sich ließ.

Im würdigen Rahmen des Festsaals stimmte Musik von Philidor, dem Namensgeber der Verteidigung und zu seiner Zeit nicht nur einer der stärksten Schachspieler der Welt, sondern auch einer der erfolgreichsten und produktivsten Komponisten, auf die Feier ein, die mit Ehrungen durch den 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Peter Krauseneck begann. Die Ehrennadel in Gold wurde für jahrzehntelange Unterstützung und Förderung des Vereins an Großmeister Dr. Helmut Pfleger und den langjährige Vorsitzenden Dr. Horst Pfleger, sowie an Günter Lossa und Bernhard Schmid insbesondere für Ihre aktuelle Leistung der Herausgabe der Chronik verliehen. Eine Luxusausgabe der Chronik erhielten Reinhard Bucka, Tihomir Glowatzky und Arno Lembke für die Organisation von Film- Kunst- und Kulturaktivitäten zum Jubiläum.

Oberbürgermeister Andreas Starke würdigte die Tradition und frühen Verdienste des Vereins, der schon - die erste - Deutsche Mannschaftsmeisterschaft nach Bamberg geholt habe, bevor man das Wort Basketball hier habe überhaupt buchstabieren können.

Bayerischer Vize- und Oberfrankenpräsident Ingo Thorn nahm den historischen Faden der Begrüßung wieder auf und schilderte anschaulich und nachdenklich die geschichtlichen Etappen, die der Verein in 150 Jahren durchschritten hat, die Werte einer gedeihlichen Vereins- und gesellschaftlichen Entwicklung, wie Toleranz, Fairness, gegenseitige Achtung und Hilfe weiter hoch zu halten.

Präsident Ulrich Krause überbrachte die Glückwünsche des deutschen Schachbundes und wies auf das Laskerjahr anläßlich des 150. Geburtstages des einzigen deutschen Weltmeisters hin.

Glanzlicht des Abends war der launige, vielschichtige und tiefschürfende Festvortrag von Peer Steinbrück, Bundesminister a.D., der die vielgestaltigen Beziehungen und Parallelen von „Schach und Politik“ im historischen und aktuellen Kontext rhetorisch glänzend darstellte und langanhaltenden Beifall erhielt.

Großmeister Dr. Helmut Pfleger beschloss den Abend mit vielen herausragenden Erinnerungen speziell an die Zeit als Weltmeister in Bamberg aus und ein gingen oder sich gar wie Bobby Fisher hier versteckt hielten.

Die vielen Anregungen führten bei fränkischen Regionalgenüssen zu nicht enden wollenden Gesprächen bis zum mitternächtlichen Beschluss einer gelungenen Feier.