Sachsen anhaltend gut - Norman Schütze gewinnt Deutsch-jüdisches

Grenzen, Mauern und Schlagbäume verschwinden, neue Identitäten und Gemeinschaften entstehen. Über 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands und 65 Jahre nach dem „Arbeiteraufstand“ bzw. „Volksaufstand“ in der DDR wurde beim 5. Deutsch-jüdischen Blitzschachturnier in der IKG Bamberg am 17. Juni auch ein neues Kapitel deutsch-deutscher Geschichte geschrieben. Mit den Spielern der SG 1871 Löberitz nutzen gleich fünf Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt, die Gunst der Stunde, die in einer besseren und schnelleren Bahn-Verbindung zwischen den Bundes-Ländern  besteht für einen Ausflug in die Domstadt Bamberg – und wurden dafür fast in voller Linie belohnt. Sieger im Einzel wurde der Löberitzer Norman Schütze – mehrfacher Blitzmeister Sachsen-Anhalts – mit 7,5 Punkten aus 9 Runden, der als wertungsstärkster Spieler über den gesamten Verlauf das Turnier souverän anführte und dem auch eine Niederlage gegen den Lokalmatadoren Justus Schmidt nicht vom Kurs abbringen konnte. Letzterem gelang nach verhaltenem Beginn dank starker Aufholjagd mit 7 Punkten noch der Sprung auf den zweiten Platz. Den dritten Rang belegte der Löberitzer Prof. Dr. Stefan Kalkhof, ebenfalls 7 Punkte, – der bereits bei der Bamberger Vereinsblitzmeisterschaft seine Klasse unter Beweis stellte – und der in der letzten Runde Bernd Hümmer durch seinen Sieg vom zweiten auf den undankbaren vierten Platz verdrängte. Mannschaftsmeister wurde denkbar knapp ebenfalls das Team der SG 1871 Löberitz, bestehend aus den Spielern: Norman Schütze, Prof. Dr. Stefan Kalkhof, Reyk Schäfer und Christian Böhm. Rang zwei (Justus Schmidt, Bernd Hümmer, Jens Herrmann, Prof. Dr. Peter Kauseneck) und drei (Ralf Mittag, Bernhard Schmid, Yon Luis Romano-Brandt, Wladimir Weinberg) gingen hingegen an den Schachclub 1868 Bamberg. Die weiteren Preisträger waren: Fred, Reinl, SK Schweinfurt 2000 (DWZ bis 1900); Holger Breit (DWZ bis 1600); Linus Schalkhäuser, SK Schweinfurt 2000; Michail, Kalika, IKG Nürnberg (ohne DWZ); Josef Kanewski, SC Bavaria Regensburg/ IKG Regensburg), Reinhold Volkowski, SC Noris Tarrasch/ IKG Nürnberg. Mit 43 Teilnehmern war der Zuspruch aufgrund des zeitgleich stattfindenden Fußball-Spiels Deutschland-Mexiko heuer leicht rückläufig. Der Schachclub 1868 Bamberg und die IKG Bamberg bedanken sich bei allen Gästen und würden sich freuen, diese im kommenden Jahr wieder begrüßen zu dürfen.


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