Bamberg-Open lockt deutsche Nachwuchshoffnungen

50 Jahre nach dem Bamberger Großmeisterturnier startet anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Schachclub 1868 Bamberg am 9. Mai im Bistumshaus St. Otto wieder ein Turnier von deutschlandweiten Rang. Insgesamt 220 Spieler aus 15 Nationen greifen getrennt nach Spielstärke in den Gruppen A und B nach Titeln, Preisgeldern und Trophäen. Einige davon nahmen sogar die Reise aus Indien oder dem afrikanischen Kontinent auf sich, nur um in der Kaiser- und Bischofsstadt dabei sein zu können. Ein kurzer Vor-Bericht nach dem Weiterlesen.

Während jedoch das damalige Bamberger Großmeisterturnier mit dem armenischen Weltmeister Tigran Petrosjan, dem Esten Paul Keres und den lokalen Bamberger Größen Dr. Helmut Pfleger, Lothar Schmid und Hans-Günter Kester die damalige Weltspitze zu den Teilnehmern zählte, steht das erstmals stattfindende Bamberg-Open ganz im Zeichen der Jugend, die sich anschickt, zukünftig das Zepter zu übernehmen.

Die größten Chancen in der Gruppe A hat dabei der 20-jährige Alexander Donchenko, der mit einer Elo-Zahl von 2587 formal das Klassement anführt. Aber auch den anderen deutschen Nachwuchshoffnungen dürften sich berechtigte Hoffnungen machen. Darunter der erst 13-jährige Internationale Meister Vincent Keymer, der Anfang April sensationell das Karlsruher Grenke Open mit 8 aus 9 Punkten für sich entschied, oder der 17-jährige Internationale Meister Roven Vogel, der 2016 den U16-Weltmeistertitel erzielte sowie der 2018 in den Stand des Großmeisters erhobene Leon Mons. Darüber hinaus dürften auch die Open-Spezialisten Großmeister Chatalbashev Boris aus Bulgarien und der deutsche Großmeister Vitaly Kunin ein gehöriges Wort um die Podestplätze sprechen. Beginn der Veranstaltung ist am 9. Mai, 18 Uhr, Bistumshaus St. Otto. Ende am 13. Mai. Am 11. Mai findet zusätzlich um 13:30 Uhr ein Blitzturnier statt. Zuschauer haben freien Eintritt.