Mit Pauken und Trompeten

Freude und Leid liegen zum Abschluss der Spielzeit beim Schachclub 1868 Bamberg nahe beieinander. Mit Pauken und Trompeten verlor Bambergs Erste 6,5:1,5 beim starken Oberliga-Absteiger TSV Kareth-Lappersdorf in der Landesliga Nord, wodurch diese ihre letzte minimale Chance verspielte und sich endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedete. Grund zur Freude herrscht bei Bambergs zweiter Mannschaft, die in einer hart umkämpften Begegnung Seubelsdorf mit 4,5:3,5 niederrang und bereits jetzt vorzeitig als Aufsteiger in die Regionalliga Nord-West feststeht. Damit komplettiert diese den Bamberger Aufstiegsreigen in einer überaus erfolgreichen und fast perfekten Saison. Zum Geschehen berichtet Prof. Dr. Peter Krauseneck. Eine Tabelle gibt es beim Ligamanager.


Ligamanager Bayern


Mit einer krachenden Niederlage mit 1,5:6,5 bei Kareth-Lappersdorf musste sich die 1. Mannschaft von ihren geringen Aufstiegschancen in der Landesliga Nord verabschieden, während die 2. Mannschaft mit einem knappen 4,5:3,5 gegen die punktgleichen Seubelsdorfer Meisterschaft und Aufstieg in der Oberfrankenliga sicherte. Nach langen Jahren kann die 2. damit wieder in der Regionalliga Nordwest antreten. Für die 1. begann der Tag schon mit der Hiobsbotschaft dass Plöhn über Nacht erkrankte und auf die Schnelle kein Ersatz zu beschaffen war. Auch mit 7 Spielern erhoffte man noch einen ausgeglichenen Kampf, weil man durch Freilassen von Brett 3 mit 4 Spielern nach hinten rücken konnte, aber Hiobs Seuchen waren an diesem Tag nun mal für Bamberg vorgesehen: Pribyl an 1 ließ sich ohne Not in eine passive Stellung bringen und wurde langsam erdrückt. Rous an 2 konnte durch Qualitätsopfer und gutes Spiel eine schlechte Stellung noch remis halten. Hümmer an 4 verlor trotz guter Eröffnungsbehandlung seine erste Partie in dieser Saison und Krug an 5 vergaß einen Vorbereitungszug für sein dann chancenloses Figurenopfer. Nur Justus Schmidt an 6 brachte die nötige Geduld und Genauigkeit auf, um die kleinen Fehler seines Gegners für einen Sieg zu nutzen. Krauseneck an 6 vergab den Eröffnungsvorteil, verlor einen Bauern, erreichte mit zähem Spiel eine Remisstellung und vergab diese in Zeitnot nach 6 Stunden doch noch. Hermann an 8 kam gar nicht in Schwung und wurde ohne wirkliche Gegenchance ausmanövriert - ein selten einmütiger Reinfall fast der gesamten Truppe.

Die Einzelergebnisse: Pribyl (2248) – Heika (2266) 0:1, Rous (2215) – Speckner (2328) ½, Hümmer (2119) – Grabert (2080) 0:1, Krug (2103) – Hilge (2113) 0:1, Schmidt (2116) –Appel (2108) 1:0, Krauseneck (2048) – Paerr (2080) 0:1, Herrmann (2039) – Klimpel (2002) 0:1