Im Bermuda-Dreieck der Bavaria

Manchmal ist man eben chancenlos; und an manchen Tagen gelingt einem nichts oder wenig, auch, wenn man sein Glück noch mit aller Kraft zu zwingen sucht. Einen durch und durch seltsamen und merkwürdigen – mit allerhand Premieren gespickten – Vor- und Nachmittag erlebte unsere Erste bei ihrem Gastspiel bei Bavaria Regensburg in der Landesliga Nord. Mit 3:5 erlitten die Bamberger deutlich Schiffbruch, wobei die Weichen für die erste Saison-Niederlage bereits früh gelegt wurden. Die groben Schnitzer, der an diesem Tag „schachlich indisponierten″ Jens Herrmann und Josef Pribyl, erwiesen sich gegen einen starken und in Bestbesetzung antretenden Aufsteiger als zu große Hypothek. Einziger Lichtblick: Justus Schmidt, der seine Negativserie mit einem schön herausgespielten Sieg durchbrach. Damit ist das Team auf den vierten Platz abgerutscht und ein Aufstieg in weiter Ferne. Wieder auf Kurs ist hingegen Bambergs Zweite, die von einem Patzer der Konkurrenz profitierte; und Bambergs Dritte, die als Primus die Kreisliga anführt. Nach dem Weiterlesen ein Bericht von Steuermann Prof. Dr. Peter Krauseneck. Weitere Informationen beim Ligamanger. 


Ligamanager Bayern


Nicht vom Glück begleitet war der Ausflug des SC 1868 zum starken Aufsteiger Bavaria Regensburg in der Landesliga Nord. In aktuell stärkster Aufstellung hatten die favorisierten Regensburger an 3 Brettern hohe Wertungsvorteile. Entscheidend war aber die schlechte Form von Brett 1und 8, die nach groben Fehlern schon früh dem Verlust ins Auge sehen mussten. So war die Spannung an Brett 8, an dem zwei „Hundertprozenter“ aufeinander trafen, rasch verflogen.

Einziger Lichtblick: Justus Schmidt

Die durchaus kämpferischen Partien an Brett 3, 6 und 7 überschritten nie die Remisbreite und auch Hümmer an 2 gab seinem deutlich stärkeren Gegner keinen Spielraum. Schmidt an 4 überwand seine bisherige Negativserie, überspielte seinen Gegner nach und nach und verkürzte auf 3:4. Mittlerweile hatte Krauseneck an 5 gegen einen früheren Meister von Bayern seine Stellung konsolidiert und kleine strukturelle Vorteile erzielt, überzog dann aber im unbedingten Bemühen zu gewinnen und musste auch noch die Segel zur ersten Mannschaftsniederlage streichen. Der zum 150. Jubiläumsjahr so erwünschte Aufstieg ist nun in weite Ferne gerückt und nur noch theoretisch möglich.

Auf Kurs: Bambergs Zweite und Dritte

Besser machten es die Mannschaften 2-4. Die 2.Mannschaft eroberte in der Oberfrankenliga mit einem 5:3 gegen das besser platzierte Nordhalben die Tabellenspitze zurück, die auch die 3. Mannschaft mit einem 6:2 gegen Post-SV in der Kreisklasse souverän verteidigte. Die 4. Mannschaft fuhr ihren 2. Sieg ein und darf sich erstmals über einen Mittelplatz freuen.

Die Einzelergebnisse: Pribyl (2248) – Kilgus (2408) 0:1, Hümmer (2119) – Ganaus (2244) ½, Krug (2103) – Oberhofer,C. (2138), 1/2, Schmidt (2116) –Gabler (2080) 1:0 , Krauseneck (2089) – Menacher (2193) 0:1, Mittag (2083) – Kaneweski (2014) 1/2, Plöhn (2045) – Dechant (2012), Herrmann (2039) – Bunk,W. (1967) 0:1