In der Achterbahn

AchterbahnDie „Bamberger Achterbahn-Saison″ mit guten Leistungen gegen Spitzenmannschaften und unnötigen Punktverlusten gegen schwächere Teams setzte sich auch am vergangenen Spieltag fort: 4:4 trennte man sich in der Landesliga-Nord von Abstiegskandidat Bad Kötzting. Damit rückt für Bambergs Erste der Aufstieg in weite Ferne. Besser machte es da nur Bambergs Zweite, die dank ihres Sieges gegen Bugkunstadt kurz vor der Rückkehr in der Bezirksoberliga steht. Zum Spielgeschehen berichtet Prof. Dr. Peter Krauseneck. Weitere Informationen über den Ligamanager.


Ligamanager Bayern


Mit einem 4:4 gegen den Tabellenletzten verlor der SC 1868 in Bad Kötzting wohl entscheidenden Boden im Kampf um den Aufstieg in der Landesliga Nord. Pech und Unvermögen kennzeichnen weiterhin in dieser Saison die Kämpfe der 1. Mannschaft. War man doch mit durchschnittlich über 120 Wertungspunkten erneut klarer Favorit gegen den Abstiegskandidaten aus der Oberpfalz.

Einsteigen in die Achterbahn

Zunächst lief alles nach Plan und an allen Brettern zeichneten sich geringe Eröffnungsvorteile für die Bamberger ab, so dass Matthias Daum mit Schwarz an Brett 8 bei seiner Premiere in der 1. Mannschaft das Remisangebot in komplexer Stellung annehmen konnte. Krug an 3 zwang dann auch in seiner Lieblingseröffnung seinen starken Gegner bald zur Aufgabe, aber zur 1. Zeitkontrolle überschritt Mittag an 5 in aussichtsreicher Stellung die Zeit und Pribyl an 1 ließ die gewohnte Sicherheit vermissen und verdarb seine Gewinnstellung, trotz hochgradiger Zeitnot des Gegners, mit einer Serie schwacher Züge gar noch zum Verlust. Öhrlein an 6 sorgte mit einer soliden Leistung für den Ausgleich, aber Plöhn an 7 hatte seinen Vorteil vergeben und gab in schlechter Stellung etwas frühzeitig auf. Rous an 2 hatte ebenfalls den Gewinn ausgelassen und musste ins Dauerschach einwilligen.

Der letzte Looping: Krauseneck

Wieder einmal hing somit alles an der Partie von Krauseneck, der seiner Aufgabe gewachsen war und sein vorteilhaftes Endspiel durch geschicktes Lavieren zum Gewinn und zum 4:4 Endstand führte. Nun sind die Bamberger in den verbliebenen zwei Saisonspielen schon auf sehr viel Schützenhilfe angewiesen, um noch den Aufstieg schaffen zu können.

Zweite vor dem Aufstieg

Wesentlich besser machte es die 2. Mannschaft, der in einem kuriosen Kampf  in der Bezirksliga West gegen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter Burgkunstadt ein klarer Sieg am Brett mit 5,5, zu 2,5 gelang, womit einem alsbaldigen Aufstieg in der Bezirksoberliga am letzten Spieltag nur noch das abstiegsbedrohte Höchstadt im Wege steht. Ärgerlich nur, dass eine unsinnige und nur in Oberfranken gültige Regel mal wieder zur Wettbewerbsverzerrung führen dürfte: Da das 4. Brett Burgkunstadts aufgrund einer Autopanne nicht innerhalb der Karenzzeit antreten konnte, werden alle dahinter liegenden Partien als verloren und der Kampf letztendlich mit 7:1 für Bamberg gewertet.

 

Die Ergebnisse im Einzelnen:

IM J. Pribyl (2249) – IM Jan Priborsky (2251) 0:1, D. Rous (2208) – J.Havlik (2160) 1/2,  S. Krug (2112) – A.Mühlbauer (2129) 1:0, , Prof. P. Krauseneck (2140) – R.Weingut (1975) 1:0, R. Mittag (2118) – G.Mühlbauer(1918) 0:1, Th. Öhrlein (2101) – W.Mühlbauer (1862) 1:0, Dr. H. Plöhn (2057) – U.Ziemann (1803) 0:1, M.Daum (1825) – A.Meindl (1708) 1/2.