Schlafes Bruder - Update: Jetzt mit Bericht

Bruder Jakob, Bruder Jakob/ Schläfst du noch? Schläfst Du noch?/ Hörst Du nicht die Glocken?/ Ding, dang, dong, ding, dang, dong./ Einen erheblichen Dämpfer erlebte unsere 1. Mannschaft bei ihren Ambitionen gegen den oberfränkischen Aufsteiger Marktleuthen in der Landesliga Nord. Zwar lagen die Bamberger Hausherren über weite Strecken in Front. Letztendlich fehlte ersatzgeschwächten Domstädtern dieses Mal jedoch die nötige Durchschlagskraft, um die erspielten Vorteile in die erforderlichen Punkte umzusetzen. Nach gut fünf Stunden Spielzeit kippte das Geschehen an den drei verbliebenen Brettern unerlässlich zu Gunsten der Gäste, die die Geschenke bereitwillig mitnahmen. Da half auch der bravuröse Kampf Bernd Hümmers nichts mehr, der in „schwieriger Position″ noch versuchte seine Vorteile in einen vollen Punkt umzumünzen, was leider misslang. Mit 3,5:4,5 wurde die Begegnung verloren. Bilder vom zum Teil sehr dramatischen Geschehen findest Du nach dem Weiterlesen. Anschließend wurde das „Analyse-Licht" eingeschaltet. Update: Jetzt mit Bericht von Prof. Dr. Peter Krauseneck. 


Ligamanager: Die Ergebnisse im Einzelnen


In der 2. Runde der Landesliga Nord empfing der Schachclub den Aufsteiger und Abstiegskandidaten Marktleuthen. Trotz des Fehlens der 3 Spitzenleute hatten die Bamberger an allen Brettern leichte oder deutliche Wertungsvorteile. Zunächst sah auch alles nach einem klaren Sieg aus. Am Ende sprang für die Bamberger jedoch eine unerwartete und enttäuschende 3,5:4,5 Niederlage heraus.

Die Punkte eingeheimst

Mikuta an 6 hatte konsequent alle geopferten Bauern eingeheimst und nutzte die dann offene Königsstellung des Gegners zu einem raschen Sieg. Krauseneck hatte ebenfalls schon bald durch feines Positionsspiel entscheidenden Vorteil zum 2:0 erreicht.

Faden gerissen...

Doch dann riss der Faden. Herrmann wickelte eine sehr günstige Stellung zum remis ab und auch Mittag verdarb eine gewonnene Stellung zum remis. Mittlerweile hatte sich Oehrlein in extreme Zeitnot manövriert und konnte seine zwischenzeitlich sogar günstige Stellung nicht mehr halten. Bücker an 8 war die mangelnde Spielpraxis anzumerken, so dass ihn sein Gegner nach und nach an die Wand drückte, während Krug an 1 befangen spielte, in einer komplexen Stellung Gewinnmöglichkeiten ausließ und schließlich einen entscheidenden Fehler machte.

Ein Hümmer allein...

Nun hing alles an Hümmer an 2, der zwar einen soliden Mehrbauern hatte, aber in einem Dame-Turm-Endspiel ständigen Dauerschachgefahren ausgesetzt war, so dass er nur einen halben statt den zum Ausgleich notwendigen ganzen Punkt erzielen konnte. Diese schmerzhafte Niederlage lässt nun keinen Spielraum mehr für weitere Punktverluste, wenn man an der Spitze mitspielen will.

Besser machten es die 2. und 3. Mannschaft, die durch wichtige Siege gegen Mitfavoriten ihre Spitzenpositionen in der Bezirksliga West bzw. Kreisklasse festigte.

 

Die Ergebnisse im Einzelnen: Krug 2112 – Lorenz 2097 0:1, Hümmer 2133 – Reißner 2018 ½, Prof. Krauseneck 2103 – Kirschneck 2095 1:0, Mittag 2109 – Stingl 1998 ½, Öhrlein 2101 – Wilfert 2025 0:1, Herrmann 2018 – Nürnberger 1986 ½, Mikuta 2007 – Küspert 1927 1:0, Bücker 1949 – Deml 1878 0:1

 

Quelle Bilder: Jens Herrmann