Dr. Helmut Pfleger: Zu Risiken und Nebenwirkungen...

PillenEs habe Phasen in seinem Leben gegeben, da habe Schach wie eine Droge gewirkt und er sei unter einem „mächtigen Bann″ gestanden, den es zu brechen galt, um noch ein „normaler und vollwertiger Mensch″ zu bleiben, schilderte Ex-Weltmeister Garry Kasparow einmal seine Beziehung zum Schach. Wäre es da nicht angebracht, jedem Schachspiel sofort einen Beipackzettel zu den Risiken und Nebenwirkungen, einen Warnhinweis wie auf  Zigarettenschachteln oder noch besser gleich eine juristische Verzichtserklärung beizufügen? Wahrscheinlich doch eher nicht. „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht's, dass ein Ding kein Gift sei", ist immer noch ein zutreffender Grundsatz des Mediziners Paracelsus. Auch das Gute kann bei Übermaß schlechte Eigenschaften zu tage fördern. Das dürfte vielleicht auch die Antwort auf Dr. Helmut Pflegers Frage sein, warum Neurologen so gut Schach spielen: Sie kennen die Risiken, wissen, wie man damit umgeht und was beim Schachspiel in unseren Köpfen vorgeht. Aber zur Not, einfach Pflegers Sprechstunde aufsuchen und ihn zu den Risiken und Nebenwirkungen fragen...


Ärzteblog von Dr. Helmut Pfleger