Zwei Gesichter

JanuskopfFreud und Leid liegen beim Schachclub Bamberg nach dem letzten Spieltag nahe beieinander. Während unsere Erste nach einem „fast perfekten Plan" gegen den SC Noris-Tarrasch Nürnberg 2 in der Landesliga Nord mit einem Mannschaftspunkt belohnt wurde, ging die Zweite mit 6:2 gegen Michelau-Seubelsdorf unter – mit katastrophalen Folgen. Was es damit auf sich hat, teilt uns Prof. Dr. Peter Krauseneck in seinem Spielbericht mit.

Nachdem der Klassenerhalt für die 1. Mannschaft gesichert wurde, lag der Schwerpunkt an diesem Spieltag auf der Stärkung der abstiegsbedrohten 2. Mannschaft. Aufgrund zweier Ausfälle geschwächt, verzichtete man darauf, weitere Spieler abzuziehen und trat nur zu sechst die Reise zum SC Noris-Tarasch Nürnberg 2 an. Dort traf man auf einen Gegner, für den es ebenfalls um nichts mehr ging und der an den hinteren Brettern jugendlichen Nachwuchsspielern eine Chance gab. So konnte trotz der 0:2 Vorgabe der „Matchplan“ in einem ausgeglichenen Kampf fast perfekt umgesetzt und ein 4:4 erreicht werden.

Klare Verhältnisse zu Beginn

Breithut an 2 bekam ein frühes Remisangebot und auch IM Pribyl an 1 erzielte gegen den nominell stärkeren Gegner bald ein sicheres Remis, so dass mit den kampflosen Verlusten an Brett 3 und 4 die eingeplante 3:1 Führung der Gastgeber nun mit dem entsprechenden umgekehrten Ergebnis an den hinteren 4 Brettern zu kompensieren war.

Ein fast perfekter Plan

Allerdings hatte Öhrlein an 6 in der Eröffnung nicht aufgepasst und konnte seine schlechte Stellung nach Bauernverlust nicht halten. Rous an 5, Krauseneck an 7 und Mikuta an 8 wurden ihrer Aufgabe hingegen gerecht und zwangen ihre deutlich schwächeren Gegner noch vor der Zeitkontrolle zur Aufgabe.

Der Untergang der Zweiten

Unglücklich verlief der Wettkampf der 2. Mannschaft, die nach unentschuldigtem Fernbleiben eines Spielers gegen den in Bestbesetzung angetretenen Aufstiegskandidaten Michelau-Seubelsdorf 2 zu siebt auf verlorenem Posten stand und 2:6 unterging. Mit dem 8. Platz und 7:9 Mannschaftspunkten muss diese damit in der nächsten Saison eine Klasse tiefer antreten, da die beiden oberfränkischen Absteiger aus der Regionalliga zu 3 Absteigern in der Bezirksoberliga führen.

Die Ergebnisse im Einzelnen: SC Noris-Tarrasch Nürnberg (2091) – Schachclub 1868 Bamberg (2215) 4:4

IM Pribyl (2219) – FM Dr. Tran (2298) ½, CM Breithut (2144) – FM Martin, Th (2192) ½, Krug (2127) – Wulfmeyer (2099) -/+, Mehler (2240) – Dr. Nuding (2031) -/+, Rous (2169) – Süß (2047) 1:0, Öhrlein (2124) – Surinya (1991) 0:1, Prof. Krauseneck (2162) – Hofmann, Seb. (1870) 1:0, Mikuta (1996) – Faralisz (1783) 1:0