Gekämpft wie ein Löwe

blau-weiß gestreifter LöweAm vergangenen Wochenende zeigte der Schachclub 1868 Bamberg seine Krallen und bewies, dass mit ihm auch auf größerer Bühne zu rechnen ist. Zwar gelang es am Sonntag nicht, die Siegestrophäe des Bayerischen Löwen nach Franken zu entführen – und auch der inzwischen neunmalige Seriensieger FC Bayern München war von uns auf seiner Mission nicht zu stoppen –, dennoch zog sich unserer Team bei der Bayerischen Blitz-Mannschaftsmeisterschaft in Schweinfurt mit einem neunten Platz achtbar aus der Affäre. Mancher Bamberger erwies sich dabei als glänzend aufgelegt und mit noch größerer Geschlossenheit wäre eine Platzierung im vorderen Drittel möglich gewesen. Dafür gelang die Revanche für eine schmerzliche Niederlage in der Liga; und selbst höherklassigen Mannschaften konnte die Stirn geboten werden. Umso besser machte es einen Tag zuvor nur noch Lukas Köhler in der U14 beim ebenfalls in Schweinfurt stattfindenden Rapid-Jugendturnier gegen teilweise viel stärkere Gegner. Bei einem spannenden Kampf um den Titel belegte er am Ende den zweiten Platz. Wenn Du auf Weiterlesen klickst, erfährst Du mehr zum Wochenende in Schweinfurt.   

Auch wenn es zunächst nicht so aussah, so bewies der Schachclub 1868 Bamberg am vergangenen Sonntag eindrucksvoll, dass er seinen Freiplatz bei den Bayerischen Blitz-Mannschaftsmeisterschaften in Schweinfurt verdiente und zurecht im Teilnehmerfeld der 18 startenden Mannschaften aus allen bayerischen Bezirken vertreten war.

Nur hinteres Mittelfeld, trotz gutem Start

Gleich zum Auftakt glückte dann auch ein 3,5:0,5 Erfolg gegen den SK Scheinfurt 2000 und damit die Revanche für das verlorene Ligaspiel, was verheißungsvoll stimmte. In der Folge kamen die Bamberger mit diesem Erfolg im Rücken jedoch nicht wirklich in Schwung. Zwar zeichnete sich nach der ersten Halbzeit der gespielten Partien bereits ab, dass Jens Herrmann an Brett vier mit einem Start von 7 aus 9 einen hervorragenden Tag erwischte, dennoch belegte der Schachclub zu diesem Zeitpunkt nur einen enttäuschenden 13. Platz.

Besser dank Ansprache und Coffee Drops

Entsprechend groß war auch die Skepsis zur Pause, da so mancher vermeintlich „große Brocken" in den weiteren Spielen noch wartete. Zum Glück fand jedoch unser Psychiater und Psychologe, Prof. Dr. Peter Krauseneck, zur Pause die richtigen Worte. Mit einem Lächeln verkündete er an die anderen gerichtet: „Ich habe beschlossen, dass wir Vorne mitspielen". Das schien zu wirken. Und auch die von ihm gesponserten Coffee Drops entfalteten so langsam ihre Wirkung. So verlor man nur ganz knapp 1,5:2,5 gegen den FC Bayern München; und auch bei den restlichen Begegnungen lief es jetzt im Schnitt besser.

Es wird abgerechnet

Am Ende sprang, alle Punkte zusammengenommen, eine ausgeglichene Bilanz heraus. Mit 18:18 Zählern, bei einem leichten Brettplus, belegte man Platz neun. Bester Einzelspieler war Jens Herrmann, der 12 Punkte (+11 =2 -5) beisteuerte, und an Brett vier das viertbeste Ergebnis in seiner Klasse lieferte. Gefolgt von Kurt-Georg-Breithut mit 10 Punkten (+8 =4 -6), dem es an eins gelang, sehr starker Konkurrenz Paroli zu bieten. Lediglich unsere Mittelachse, bestehend aus Prof. Dr. Peter Krauseneck an Brett zwei und Ralf Mittag an drei, hatte an diesem Tag einen schweren Stand. Manche Partie schien wie verhext zu sein und wollte partout nicht gewonnen werden. So sprangen für Prof. Dr. Peter Krauseneck 7 (+6 =2 -10) und für Ralf Mittag 7,5 Punkte (+6 =3 -9) heraus. Entsprechend versöhnlich wurde dennoch die Heimreise dank des insgesamt guten Abschneidens angetreten.

Lukas Köhler mit Rapid

Am Tag zuvor bewies bereits Lukas Köhler sein großes Talent. Gegen die teilweise viel stärkere Gegnerschaft belegte er beim Rapid-Jugendturnier mit 5,5 Punkten aus 7 Spielen einen beachtlichen zweiten Rang. Bis zum Schluss lieferte er sich dabei mit Jan Englert vom TV-Großostheim und Alexander Brücker von SF Augsburg einen packenden Dreikampf um den Titel. In Führung gelegen, verhinderte lediglich eine abschließende Niederlage infolge einer ungenauen Eröffnungsbehandlung gegen Alexander Brücker einen noch größeren Erfolg. Damit musste er Jan Englert doch noch den Vortritt gewähren.

 


Weitere Informationen:

VerlinkungInformationen zur Bayerischen Blitzmannschaftsmeisterschaft

Verlinkung Informationen zum Rapid-Jugendturnier