Da war Schwein fort

Die Bamberger „Achterbahn-Saison” in der Landesliga Nord mit bis jetzt mehr Tiefen als Höhen setzte sich auch gegen den SK Schweinfurt 2000 fort. Gegen die „Golda-Boys" und den heißen Aufstiegsfavoriten musste sich unsere 1. Mannschaft knapp mit 4,5:3,5 geschlagen geben. In den letzten beiden Begegnungen braucht es jetzt mindestens noch einen Mannschaftspunkt, um nicht selbst in den finalen Abstiegsstrudel zu geraten. Zum Spielgeschehen berichtet unser Prof. Dr. Peter Krauseneck.

In der 7. Runde der Landesliga Nord musste gegen den Mitfavoriten SK Schweinfurt 2000 unbedingt ein Sieg her, um selbst beim Aufstieg mitmischen zu können. Die Vorzeichen standen dann zunächst gut, denn man trat wieder mit dem höchsten Wertungsschnitt (2126) der Liga und lediglich mit einem Ersatzmann, bei zwei auf Schweinfurter Seite, an.

Start stimmte zuversichtlich

Nach der 1. Stunde waren dann auch bei den Weiß-Spielern Krug an Brett 3 und Krauseneck an 7 kleine Vorteile sichtbar. Nach weiteren zwei Stunden Spielzeit hatte sich Jungstar Daniel Rous an Brett 4 eine Gewinnstellung erarbeitet, Öhrlein an 5 stand aussichtsreich, bei 1, 2 und 8 gab es nur geringe Stellungsunterschiede. Bedenklich stand hingegen an 6 als einziger Bamberger Dr. Plöhn wegen seiner unharmonischen Figurenaufstellung. Zuversichtlich ging es damit in die Zeitnotphase.

Da war Schwein fort

Als allerdings Krug frühzeitig Remis gab und Krauseneck, nachdem er eine drei-malige Zugwiederholung übersehen hatte, ins Unentschieden einwilligen musste, wendete sich schleichend das Blatt zugunsten der Gastgeber. Zunächst gewann noch Rous souverän, ehe Breithut an 2 nach lange exzellenter Verteidigung doch noch ein Fehler unterlief, was den Ausgleich bedeutete. Bei Bücker an 8 wurde die Remisbreite nie verlassen, aber Pribyl an 1 hatte nach langem positionellem Lavieren einen gefährlichen Königsangriff inszeniert, fand jedoch die Gewinnabwicklung nicht und begnügte sich mit Dauerschach. Die Stellung Dr. Plöhns war nicht mehr zu reparieren; und Öhrlein verrechnete sich beim Rückopfer seiner Figur, sodass er ein kompliziertes Dauerschach akzeptieren musste.

Mindestens ein Punkt erforderlich

Damit wurde dieser Kampf knapp mit 4,5:3,5 verloren und die letzte Aufstiegschance vertan. Nun muss bei einer weiterhin sehr ausgeglichenen Liga aus den letzten beiden Kämpfen noch mindestens ein Unentschieden geholt werden, um den Abstieg sicher zu vermeiden.

Was sonst noch geschah

Die 2. Mannschaft verbuchte in Helmbrechts einen wichtigen und souveränen Auswärtssieg mit 5,5:2,5 und könnte sogar noch um den Aufstieg mitspielen. Dafür müsste sie jedoch die beiden führenden Mannschaften in den verbliebenen Runden schlagen.

 

Die Ergebnisse im Einzelnen: SK Schweinfurt (2100) - SC 1868 Bamberg (2126) 4,5:3,5

Golda (2253) - IM Pribyl (2219) 1/2; Seuffert (2255) - CM Breithut (2144) 1:0 Göhring (2112) - Krug (2127) 1/2; Öchslein (2150) – Rous (2169) 0:1; Seidens (2130) - Öhrlein (2124) 1/2; Fischer (2023) - Dr. Plöhn (2090) 1:0; Lukas (1955) - Prof. Krauseneck (2162) 1/2; Dittmann (1925) - Bücker (1974) 1/2