Tambosi - grande amore

HerzAuf der Suche nach einer passenden Geschichte zum „Tag des Singles" (am 15. Februar) landete die verdeckte „Undercover-Journalistin″ des Fränkischen Tages, Sabine Christofzik, in der Gaststätte Tambosi. Dabei wurde sie unfreiwillig Zeugin einer Szene mit Schachspielern, wie sie regelmäßig bei unserer Mittwochsrunde stattfindet. Zu welchen Einsichten sie gelangte und wie wir den Zeitungsartikel "Da hilft auch Gefummel am Handy nicht viel" vom 13./14. Februar bewerten, erfährst Du in unserem Kommentar.  

Dass Frau Sabine Christofzik, nachdem sie die Gaststätte Tambosi mittwochs betrat, gerne anfänglich bei uns und im Tambosi zugegen war, davon ist nicht unbedingt auszugehen. Umso erfreulicher, dass sie ihre Meinung, welche sie zu Beginn äußerte, im Verlauf noch revidierte. Denn zunächst schrieb sie in ihrem Artikel klar und eindeutig: „Ich habe die Denker und Taktiker zu spät gesehen, sonst wäre ich wieder gegangen.“ Was sie uns und dem Leser damit mitteilen möchte, verbleibt jedoch unklar. Wir können nur vermuten, dass hier vielleicht manches Vorurteil gegenüber Schachspielern leitend gewesen war. Gleichwohl bleibt in dem Artikel das Hadern oder das Unentschlossen-Sein deutlich zu spüren: „Wie soll man sich unwohl fühlen, in dieser freundschaftlich-familiären Atmosphäre, die sie um sich herum verbreiten?“ Getreu dem Grundsatz: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Wir verstehen ihr Fragen auch nicht und müssen ihnen zustimmen.

Es ist Teil unserer „Willkommenskultur”, dass die Schachbretter bereits aufgebaut dastehen bevor jemand erscheint, und wir am Erscheinen der anderen herzlich Anteil nehmen. Dass sich in dieser Situation das Gefühl des Allein-Seins nicht einstellen mag, ergibt sich von selbst. Niemand muss bei uns die Löcher an der Wand zählen, am Handy rumfummeln, mit dem Bierfilzla sprechen oder die Grünpflanzen bewundern – es gibt besseres mit sich und seiner Zeit anzustellen. Letztendlich ist es auch Sache jedes Einzelnen, ob er unfreiwillig-freiwillig Single bleibt oder, ob er oder sie mutig auf andere zugeht und den Anschluss sucht. Wir sind in jedem Fall offen für jedermann. Wer weiß, vielleicht findet er oder sie bei uns auch die große Liebe. Wir möchten es nicht ausschließen.

Uns drängt sich auch der Eindruck auf, dass Frau Christofzik etwas gesucht hat, was sie bei uns nicht fand. „Auf der Suche nach Trübsal an den Schachspielern gescheitert“, wie es unser Vorsitzender Prof. Dr. Peter Krauseneck treffend ausdrückte. Wir stimmen auch unserer Wirtin, Frau Jeuthner, zu, dass die Überschrift des anderen Artikels, erschienen auf der selben Seite, „Zum Bier gibt’s Beklommenheit“, unpassend ist und lediglich eine subjektive Wertung wiedergibt. Beklommenheit gibt es bei uns, im Tambosi und bei den anderen Gästen, nicht. „Das war nix. Viel zu angenehm“. Wir pflichten Frau Christofzik abschließend in diesem Punkt bei und laden jeden ein, sich davon zu überzeugen.