Who killed Bambi?

Rehkitz Einen enorm wichtigen Sieg erzielte unsere 1. Mannschaft im Duell gegen Kitzingen mit 4,5:3,5. Damit bannte sie das „Abstiegsgespenst” und stellte den Kontakt zur Tabellenspitze wieder her. Die Gäste hingegen sitzen tief im Tabellenkeller fest. Letztendlich war dieser Erfolg aber hart erarbeitet und mühsam erzittert. Manche Bamberger strapazierten die Nerven der Beteiligten über Gebühr, wie unser Prof. Dr. Peter Krauseneck mitteilt.

 

In der Landesliga Nord tat sich unsere hochfavorisierte 1. Mannschaft gegen den stark ersatzgeschwächten Abstiegskandidaten aus Kitzingen extrem schwer. Mit einem durchschnittlichen Plus von 150 Wertungspunkten bestand eigentlich ein Klassen- unterschied, da Kitzingen ohne vier ihrer besten Spieler antrat. Am Ende sprang mit dem 4,5: 3,5 ein mühsamer Zittersieg heraus.

Bamberg zunächst im Dämmerschlaf

Die nominelle Nr. 4 der Kitzinger Kannenberg, der erst kürzlich mit einer IM-Norm seine exzellente Form unter Beweis stellte, überrollte an Brett 1 auch den Bamberger IM Pribyl und sorgte so nach 2 Kurzremis der Bamberger an Brett 2 und 3 schon früh für eine 2:1 Führung der Gäste. Nachdem Öhrlein nach wenig erfolgreicher Eröffnung auch ins Remis einwilligte, konnte Dr. Plöhn an 6 nach einem Bauerneinsteller den Verlust nicht mehr vermeiden. Damit führten die Gäste bereits fast uneinholbar 3,5:1,5.

Das Blatt doch noch gewendet...

Inzwischen hatte immerhin Krauseneck seinen Bauerngewinn zu einer Gewinnstellung verdichtet, aber bei den verbliebenen beiden Partien suchte man vergebens nach einem greifbaren Bamberger Vorteil. In der Zeitnotphase manövrierte sich dann Mittags Gegner ohne Not in eine Verluststellung, und Sarings zähes Ringen wurde zu guter Letzt auch noch belohnt, als er in der 5. Stunde aus klar schlechterer Position gegen seinen jugendlichen Kontrahenten noch ein gewonnenes Endspiel abwickelte. Dabei strapazierte er die Nerven seiner Mannschaftskameraden aufs Äußerste, als er statt einem sicheren Gewinnweg eine haarscharfe Variante mit vorübergehendem Turmopfer wählte. Insgesamt ein glücklicher und angesichts der Ausgeglichenheit der Liga ein enorm wichtiger Sieg.

Was sonst noch geschah

Die 2. Mannschaft konnte in einem ausgeglichenen Heimkampf mit dem 4:4 gegen Waldsassen ihren Mittelplatz in der Oberfrankenliga festigen, wobei sich Michael Spiegel mit einem Sieg gegen einen deutlich wertungsstärkeren Gegner hervortat.

Die Ergebnisse im Einzelnen: SC 1868 Bamberg (2121) – SC Kitzingen (1962) 4,5:3,5

IM Pribyl (2219) - Kannenberg (2170) 0:1; CM Breithut (2144) – Basel (2026) ½; Krug (2127) – Kwossek (1986) 1/2; Öhrlein (2124) – Hanft (2017) 1/2; Mittag (2112) – Eckert(1911) 1:0; Dr. Plöhn (2090) – Gernert (1906) 0:1; Prof. Krauseneck (2162) – Nussbaumer (1962) 1:0; Saring (1995) – Sendner (1722) 1:0