Mit Sprungschuh gegen Turnschuh

Pribyl und RousGegen den ehemaligen Oberligisten aus Herzogenaurach kam unsere Erste in der Landesliga Nord sehr gut aus den Puschen. Bereits sehr früh lag unsere Mannschaft in Front, am Ende wurde es aber sehr knapp: Mit 4,5:3,5 wurde auch diese Hürde genommen. Unser Team setzt sich damit in der oberen Tabellenhälfte fest. Was an den Brettern geschah, berichtet unser Prof. Dr. Peter Krauseneck.

Trotz kurzfristigem Ausfall von 2 Stammspielern errang die 1. Mannschaft des SC 1868 Bamberg am 3. Spieltag gegen die Mittelfranken aus Herzogenaurach/Puschendorf mit 4,5:3,5 einen knappen Sieg. Der Oberliga-Absteiger trat dabei fast in bester Besetzung an und war mit einem Wertungsplus von 15 Punkten leicht favorisiert (2125:2110).

Bamberg kam gut aus den Puschen

Nachdem jedoch der deutlich wertungsstärkere Koch an Brett 2 gegen Breithut das Remis-Angebot mit einem Figuren-Einsteller beantwortete und auch Krauseneck an 6 schon nach 13 Zügen die Dame des Gegners fing, sah es mit dem 2:0 im Nacken nach einem sicheren Sieg der Bamberger aus. Wohl in einem gewissen Überschwang überzogen dann die Ersatzleute Mikuta an 7 und Labin an 8 ihre Stellungen und mussten sich dem konsequenten Spiel ihrer Gegner beugen. Öhrlein an 4 sicherte mit einem schön herausgespielten Angriffssieg kurz vor der Zeitkontrolle wieder die Führung. Mittag an 5 musste hingegen nach überstandener Zeitnot die Fruchtlosigkeit weiterer Bemühungen einsehen und dem Gegner die Hand zur Aufgabe reichen.

Rous kennt Ross und Reiter

Zwischenzeitlich hatten sich aber unsere Prager Verstärkungen berappelt. Pribyl an 1 hatte alle Gewinnversuche des Gegners erstickt und sein Enkel Rous an 3 hatte in seiner typischen Manier in der Zeitnotphase den Gegner hinters Licht geführt. Auch die technische Gewinnabwicklung in einem nicht einfachen Springer-Endspiel meisterte er souverän und steuerte so den entscheidenden vollen Punkt zum Siege bei.

Ausgeglichene und spannende Liga

Ähnlich spannend wie dieser Kampf verspricht die ganze Saison zu werden, denn das Feld in der Landesliga ist sehr ausgeglichen, wie auch der überraschende Verlust der klar favorisierten Schweinfurter zeigt. Mit diesem Sieg setzt sich unser Team in oberen Tabellenhälfte fest und spricht ein gehöriges Wort um den Aufstieg mit.

Achtbares Ergebnis der Zweiten

Die 2. Mannschaft lieferte in der Bezirksoberliga mit ihrer Mischung aus Jugend- und Seniorenspielern wieder eine gute Vorstellung. Obwohl die notwendige Abgabe von zwei Stammspielern an die 1. Mannschaft schon zahlenmäßig nicht kompensiert werden konnte, zog sie sich zu siebt mit einer knappen 3,5:4,5 Niederlage gegen den Mitfavoriten Weidhausen sehr achtbar aus der Affäre. In dieser Form wird sie sicher weiterhin an der Spitze mitspielen.

Die Ergebnisse im Einzelnen: IM Pribyl (2246) – Lauer (2372) 1/2, CM Breithut (2144) – Koch (2223) 1:0, Rous (2169) – Kotz (2081) 1:0, Öhrlein (2124) – Diekers (2112) 1:0, Mittag (2109) – Lowitz (2092) 0:1, Krauseneck (2129) - Monninger (2061) 1:0, Mikuta (1996) – Finster (2032) 0:1, Labin (1974) – Ter-Akopyan (2031) 0:1