Rainer schmäht den Karpov nicht - Update: Jetzt mit Bericht und Bildern

Anatoli Karpov trifft Rainer SchmeeDie unzähligen Duelle zwischen Karpov und Kasparow – und deren Feindschaft – sind Geschichte.  Jetzt wird es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen! Unser erfahrener Kreisliga-Spieler und Chef der dritten Mannschaft Rainer Schmee nimmt die Herausforderung an! Anatoli Karpov darf gegen ihn (und 19 andere) am 08.11. in St. Ingbert spielen. Wir drücken unserem Rainer Schmee ganz kräftig die Daumen bei der Erfüllung eines Traums. Update: Unser Rainer Schmee hat sein selbst gestecktes Ziel erreicht. 2016 kommt es zu einem heiß erwarteten Rückkampf der beiden Kontrahenten. Wer wissen möchte, wie er sich geschlagen hat, schaut sich am besten seinen Bericht und die Bilder an. Danke Rainer Schmee, dass Du diese uns überlassen hast. Zusätzliche Informationen zum Schachevent entnehmt Ihr den beigefügten Links.

 

Bericht von Rainer Schmee:

Ein Traum wurde war: Bei einer Edelveranstaltung gegen die Schachlegende Anatoli Karpov im kleinsten 5-Sterne-Hotel Europas eine Partie spielen! Mit dabei 15 weitere Streiter – die restlichen Bretter blieben aufgrund von Mannschaftskämpfen leer. Prominentester Teilnehmer – nach mir – war DSB-Präsident und IM Herbert Bastian. Bevor das Match startete, gab ich noch ein Interview mit der Saarländer Zeitung und dem lokalen Fernsehsender. Als Ziel legte ich mich hierbei auf 30 Züge gegen Karpov fest. Los ging es um 13 Uhr auf modernen digitalen Schachbrettern mit Live-Übertragung aller Partien. Karpov eröffnete mit c4, der Englischen Partie. Ein Fehler von Karpov nötigte mich zu einem eigenen Fehler im 11. Zug. Nachdem Karpov seinen Zug machte, ging er zum nächsten Brett, und kam nach diesem Zug sofort zu mir zurück (!). Unter sofortigen Zugzwang – ich wollte meine Türme verdoppeln – stellte ich einen Turm ein. Karpov hatte seinen Läufer auf h1 versteckt. Im Moment des Loslassens der Figur bemerkte ich meine Fehler. Trotzdem kämpfte ich entschlossen auch mit Angriffsversuchen und gedanklichen Mattkombinationen bis zum 37. Zug weiter, bis ich Karpov respektvoll zum Sieg gratulierte. Das Matt wäre in 2-4 Zügen erfolgt. Der Spieler der am längsten durchhielt, verlangte Karpov 45. Züge ab. Es war Herbert Bastian. Damit entschied Karpov diesen Wettstreit mit 15,5:0,5 für sich. Im Anschluss gab es noch eine lockere Plauder-Runde mit dem Weltstar und allen Teilnehmern, wobei Karpov zu einer Runde Champagner einlud. Nach Buch-Signatur und Abschlussfoto, machte ich mich glücklich auf den Heimweg. Das gleiche Event ist für 2016 wieder geplant. Meine Voranmeldung hat der Hotel-Direktor schon bestätigt. Meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen.

 

Bilder:

 

 

 Quelle: Rainer Schmee

 

Externe Links:

Südwestrundfunk Fernsehbeitrag

Bericht bei der Saarbrücker Zeitung