Bamberger Jugend-Open führt am Tag der Einheit zusammen

118 Jungen und Mädchen in den Altersklassen U8 bis U25 kamen am 3. Oktober in der Graf-Stauffenberg-Realschule zusammen, um gemeinsam bei der 29. Auflage des Bamberger Jugend-Opens Schach zu spielen. Teilweise nahmen diese hierfür extra weite Anfahrten aus dem gesamten Bundesgebiet und der Schweiz in Kauf. Mit Vincent und Pablo Wolf, Lukas Köhler und Denis Tahirovic vom Schachclub 1868 Bamberg räumten gleich vier Spieler kräftig ab.


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Vieles war beim 29. Bamberger Jugend-Open anders als die Jahre zuvor: Mussten sich doch die Spieler und ihre Begleitpersonen im Vorfeld online registrieren und einer Eingangskontrolle unterziehen lassen, wurden Schachfiguren und Bretter vor und während des Turniers desinfiziert sowie herrschte am Brett und darüber hinaus allgemeine Maskenpflicht. Ob das umfangreiche Hygiene- und Schutzkonzept, das sich die ausrichtenden Vereine vom Schachclub 1868 Bamberg, SC Höchstadt, TV 1890 Hallstadt und der Oberfränkischen Schachjugend im Vorfeld ausdachten und umsetzen, verfangen und für Akzeptanz sorgen würde, war eingangs dabei kaum abzusehen. Umso mehr stellte der Bamberger Vorsitzende Peter Krauseneck bei der Siegerehrung die positive Bilanz heraus: 118 Teilnehmer von über 40 Vereinen, zum Teil extra aus Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Thüringen und der Schweiz angereist, sorgten dafür, dass das Turnier deutlich an Stärke gewann. Im Vergleich zum Vorjahr, als 155 Teilnehmer zu verzeichnen waren, fiel der Zuspruch jedoch geringer aus. Zugleich hob Krauseneck auch die große Solidarität der oberfränkischen Vereine hervor, ohne deren zahlreiche Unterstützung, ein Gelingen in Anbetracht des hohen coronabedingten Mehraufwandes und des personellen Umbruchs bei der Turnierorganisation nicht möglich gewesen wäre. Aber auch an den Brettern war vieles anders, wie ein Blick in den Turniersaal verriet: Auffallend war insbesondere der geringere Geräuschpegel an den Brettern, was auf die Maskenpflicht und die Begrenzung der anwesenden Betreuer und Eltern zurückzuführen war. Turnierleiter Jens Herrmann vom Schachclub 1868, erstmals in der Funktion, fiel die hohe Disziplin auf: „Abgesehen von ein paar kleineren Streitfällen, waren die Spieler sehr diszipliniert, was für einen reibungslosen Ablauf sorgte“.

Siege und Trophäen gingen hingegen in den Altersklassen vorwiegend an die Gäste. In der U14 erreichte der Bamberger Vincent Wolf mit 5,5 Punkten aus 7 Punkten einen hervorragenden 2. Platz, wobei ihm sogar ein Remis gegen den deutlich stärkeren Robert Prieb aus Bochum glückte. Hierfür erhielt er, neben dem Pokal für den 2. Platz, zusätzlich die Auszeichnung des besten Spielers des Schachkreises Bamberg und Bezirks Oberfranken. In der kombinierten Klasse der U18/U25 war es einmal mehr Lukas Köhler, der ungeschlagen mit 6 Punkten aus 7 Partien seine Klasse zur Schau stellte. Damit wurde er zugleich bester Spieler des Schachkreises Bamberg und Bezirks Oberfranken. Pablo Wolf machte sich einen Tag vor dessen 20. Geburtstag als 5. mit 5 Punkten selbst ein Geschenk: Er wurde 2. in der Altersklasse U25. Denis Tahirovic wurde mit 4 Zählern als bester Spieler in der U20 des Schachkreises Bamberg geehrt. In der Altersklasse U8 gewannen Ann Englert aus Großostheim, in der U10 Justus Mandalka aus Bad Homburg, in der U14 Narek Gewondow aus Fürth und in der U16 Tizian Wagner aus Seubelsdorf.

Damit endete ein Turnier, das dank umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen Maßstäbe setzte und bewies, dass auch in Coronazeiten Schachsport möglich ist.