Die spinnen, die Römer

Die spinnen, die Römer. Eine gallische Stadt und weitere Enklaven leisten Widerstand. Sie spielen Schach. In einer Saison, die dank diverser Spielabsagen zur Farce und zur "Saison ohne Wert" mutiert, reichte es für unsere ersatzgeschätzte und reduzierte 1. Mannschaft in der Landesliga Nord immerhin noch zu einem 4:4, womit diese mehr als zufrieden sein konnte. Den Mannschaftspunkt sicherten in einer umkämpften Begegnung Lukas Köhler und Ralf Mittag. Die Meisterschaftsträume der 2. Mannschaft in der Regionalliga Nordwest platzten hingegen, wie in der Vorsaison, am letzten Spieltag aufgrund einer 3:5 Auswärtsniederlage in Obernau. Kurzfristige Ausfälle und Spielerabgaben an die 1. Mannschaft konnten von dieser nicht kompensiert werden. Im Endklassement belegten Bambergs 1. Mannschaft Rang 3 und Bambergs 2. Mannschaft errang nach bravourösem Verlauf den Vizemeistertitel. Weitere Informationen beim Ligamanager. Es folgt ein Bericht von Prof. Dr. Peter Krauseneck


Ligamanager Schachbund Bayern

Im Gegensatz zum wiederaufgenommenen Regelbetrieb beim Fußball war die sehr verzögert durchgeführte letzte Runde der bayerischen Schachligen stark von Corona-Angst beeinflusst. In der Landesliga fand nur das Spiel Erlangen 2 gegen Bamberg 1 und in der Regionalliga neben der Begegnung Obernau – Bamberg 2 nur noch ein Spiel, bei dem es um den Abstieg ging, statt.

Auch die Bamberger hatten Aufstellungssorgen und konnten, nachdem noch am Samstag ein Spieler wegen Corona-Kontaktes ausfiel, jeweils nur mit 7 Spielern antreten.

In Erlangen konnte die 1. Mannschaft dennoch mit gutem Spiel ein 4:4 erreichen. Nach wenig spektakulären Unentschieden an Brett 2 , 6 und 7 musste auch Mannschaftskapitän Jens Herrmann an 4 nach längerem Bemühen ins Remis einwilligen. Lukas Köhler an 3 konnte zwischenzeitlich den Gleichstand mit einer typischen, „wilden“ Partie herstellen, aber an 8 zeigte der Ex-Bamberger W. Fiedler dem Jungtalent Vincent Wolf ein verstecktes „Loch“ in seiner Kombination und brachte Erlangen wieder in Führung. Ralf Mittag an 5 sorgte zu guter Letzt aber mit feiner Endspielführung für den endgültigen Ausgleich.

In einem intensiven und engen Kampf in freundschaftlicher Atmosphäre unterlag die 2. Mannschaft in Obernau, was der Gastmannschaft die endgültige Rettung vor dem Abstieg bescherte, den Bambergern aber den Meistertitel kostete, da Würzburg dank einem 8:0 Geschenk der Kitzinger nach Brettpunkten noch vorbeiziehen konnte. Nichtsdestotrotz feierte man gemeinsam noch einen gelungenen Saisonabschluss im Garten des Spiellokals „Alter Bahnhof“.

 

Die Ergebnisse im Einzelnen (Bamberg zuerst genannt gegen Erlangen 2: 4:4):

Krug (2117) – Bachstein (2171) - +, Dr. Plöhn (2088) - Dürr (2189) 1/2, L. Köhler (2108) – Hetzner (1997) 1:0, J. Herrmann (2058) – Dr. Nehls (2045) 1/2, Mittag (1993) – Metodiev (1990) 1:0, Mikuta (2024) – Martin Fernandez (2087) 1/2, P. Wolf (1946) – Dr. Reinholz (1957) ½, V. Wolf (1678) – Fiedler (1917) 0:1

2. Mannschaft (gegen Obernau: 3:5):

Großhans (2078) – Heidel (2131) 1/2, Öhrlein (2078) – Frey (2099) - +, Riemer (2021) – Vreugdenhil (1872) ½, Prof. Krauseneck (2063) - Rietveld (1874) 1:0, Dr. Röber (2021) – Thomele (1824) 1:0, Daum (1866) – Gerlach-Büdingen (1927) 0:1, Ortlauf (1850) – Becker (1858) 0:1, Steiner (1620) – Elter (1713) 0:1