Der Riese vom Hofbräupokal

Nicht nur an körperlicher Größe gewachsen, sondern auch inzwischen schachlich ein wahrer Riese. Dank einer abgeklärten Leistung ließ unser Lukas Köhler bei der traditionellen Teilnahme unseres Vereins am Würzburger Hofbräupokal mit 6,5 Punkten aus 7 Runden gleich mehrere favorisierte Internationale Meister hinter sich und konnte das Turnier für sich entscheiden. Darunter IM Ilja Schneider, den ehemaligen Gewinner der Deutschen Blitzmeisterschaften, die 2018 in Bamberg stattfanden. Der Schachclub beglückwünscht ihn zu dieser tollen Leistung. Die weiteren Bamberger Platzierungen: 4. Tobias Kolb (5/7, Gewinner des Jugendpreises), 10. Ralf Mittag (4,5/7), 27. Prof. Dr. Peter Krauseneck (3/7). Zusätzliche Informationen beim Ausrichter. Es folgt ein Bericht von Lukas Köhler.


 Internetseite des Ausrichters

Beim traditionellen Hofbräupokal in Würzburg, der dieses Jahr coronabedingt in der Lengfelder Kürnachthalle stattfand, ging ich in dem von zwei IMs angeführten Feld als 7. Gesetzter an den Start.

In der ersten Runde besiegte ich einen nominell schwächeren Gegner, kam aber bereits in der 2. Runde gegen Jugendspieler Niklas Orf in Bedrängnis. Letztendlich konnte ich mich aber befreien und dank eines tödlichen Mattangriffs gewinnen. Erfreulich einfach gewann ich die nächste Partie, in der ich Qualität und Bauern opferte, aber die schwache Königsstellung meines Gegners zu meinen Gunsten ausnutzte und ihn bereits im 18. Zug zur Aufgabe zwingen konnte.

Nach der Mittagspause spielte ich gegen IM Langheinrich, gegen den ich meinen Eröffnungsvorteil nicht verwertete und in ein ausgeglichenes Turmendspiel geriet. In beidseitiger Zeitnot half mir ein irregulärer Zug meines Gegners, wodurch ich das Endspiel dank zusätzlicher Zeit noch in einen Sieg ummünzen konnte.

In der 5. Partie bekam ich es mit IM Ilja Schneider zu tun. In einer unspektakulären Partie bekam ich mit Weiß keine Gewinnchancen, konnte aber relativ mühelos remisieren.

In der 6. Runde konnte ich den bis dato alleinigen Führenden mit 5/5 schlagen, nachdem ich aus der Eröffnung heraus in klaren Vorteil kam und diesen sicher verwertete.

In der letzten Runde wartete gegen FM Seuffert die schwerste Partie auf mich, in der er meine beiden Bauernopfer widerlegte und anschließend mit Mehrqualität auf Gewinn stand. Mit zäher und vor allem schneller Verteidigung konnte ich die Partie dann noch wenden und gewann sowohl auf Zeit als auch auf Stellung.

Mit der besseren Buchholzwertung landete ich mit 6,5/7 vor IM Schneider (6,5) und IM Langheinrich (5,5). Tobias wurde mit 5/7 Vierter und verlor dabei nur gegen FM Seuffert und IM Schneider, gegen den er sogar Gewinnchancen ausließ.