Mit leeren Taschen

Sieben Unentschieden sind eines zu wenig. Das weiß schon Adam Riese und Eva Zwerg. Dass  Bambergs Erste Mannschaft dadurch am Ende mit leeren Taschen dastand und 3,5:4,5 beim SK Schweinfurt 1 verlor, ist verständlich. Damit muss die Mannschaft als 5. in der Landesliga Nord ihre Aufstiegshoffnungen nunmehr endgültig begraben und ihren Blick nach unten richten. Dank eines ungefährdeten 5,5:2,5-Erfolges in Bad Neustadt befindet sich hingegen Bambergs 2. Mannschaft auf Meisterschaftskurs in der Regionalliga Nord-West. Weitere Informationen beim Ligamanager. Zum Geschehen folgt ein Spielbericht.


Ligamanager Bayern


Ersatzgeschwächt ohne drei Stammspieler mussten die Bamberger nach Schweinfurt reisen, sodass ein minimales Wertungsplus von im Schnitt 14 DWZ für die Bamberger einen spannenden und engen Kampf erwarten ließ. Zwar ging der angedachte Spielplan auf, die teilweise größere Erfahrung der Gastgeber an den vorderen Brettern zu egalisieren, jedoch konnten die nominellen Vorteile an den Brettern 6 bis 8 nicht entsprechend in Punkte umgesetzt werden. Stattdessen erwies sich die größere Spielstärke und Routine des Altmeisters Rainer Oechslein in seiner Begegnung gegen Ralf Mittag (5) nach fünf Stunden als das Zünglein an der Waage für die Hausherren.

Bamberger Remis-Serie

Den Auftakt der Bamberger Remis-Serie machte Bernd Hümmer (3), der sich von seinem Gegner Josef Krauß nach friedlicher Eröffnung unentschieden trennte. Ebenfalls auf Remis verständigte sich Jugendtalent Lukas Köhler (2) mit dem ehemaligen Bamberger Spieler FM Karl-Heinz Göhring, wodurch dieser einen Achtungserfolg für sich verbuchen konnte. An den übrigen Brettern zeichneten sich hingegen nach zwei Stunden Spielzeit keine größeren Vorteile ab. Eher im Gegenteil standen IM Josef Pribyl (1), Thomas Öhrlein (6) und Florian Bücker (7) eher schlechter, während Ralf Mittag (5) und Jürgen Röber (7) minimale Vorteile verzeichnen konnten. Die Partie Jens Hermanns (4) nahm nach ungenauer Eröffnungsbehandlung einen eher zweischneidigen und unklaren Verlauf.

In der Folge gelang es dann Pribyl seine diffuse Gemengelage im Zentrum zum Remis zu vereinfachen, und auch Öhrlein und Bücker fanden die notwendigen Auswege zum Remis. In der entscheidenden Phase um die vierte Stunde begann die Begegnung zu kippen. Mittag, der zwischenzeitlich einen Bauern erbeutete, konnte diesen nicht halten und musste sogar mit einem Bauern weniger ins Endspiel abwickeln. Herrmann, der einen Mehrbauern im Endspiel aufwies, willigte in ein Remis durch nahende Zugwiederholung ein. Nun oblag es Röber, dem Kampf noch eine positive Wendung zu geben, jedoch vergab dieser seine Endspiel-Vorteile im Kampf mit dem Schweinfurter Vorsitzenden Norbert Lukas nach der zweiten Zeitkontrolle, sodass Mittags Niederlage nach fünf Stunden Spielzeit den für Bamberg bitteren 3,5:4,5 Endstand bedeutete.

Abstiegsnöte und Meisterschaftskurs

Mit 8:6 Punkten ist Bamberg nun 5. in der Landesliga Nord, und bedarf´noch eines Punktes aus den beiden verbliebenen Begegnungen, um nicht selbst in Abstiegsnöte zu geraten.

Einmal mehr besser machte es Bambergs Zweite, die gegen Bad Neustadt einen 5,5:2,5 Erfolg feierte und von drei Ausfällen des Gegners profitierte, während die übrigen fünf Partien allesamt remis endeten. Mit 12:2 Punkten befindet sich diese auf Meisterschaftskurs in der Regionalliga Nord-West.

 

Die Einzelergebnisse (Bamberg gegen Schweinfurt zuerst genannt 3,5:4,5): IM Pribyl (2216) - FM Seuffert (2205) ½ – ½; Köhler (2102) - FM Göhring (2125) ½ – ½; Hümmer (2075) – Krauß (2066) ½ – ½; Herrmann (2064) – Seidens (2072) ½ – ½; Mittag (2042) – Oechslein (2129) 0 – 1; Öhrlein (2105) – Fischer (2007) ½ – ½; Röber (2003) – Lukas (1937) ½ – ½; Bücker (1927) – Dittmann (1880) ½ – ½

2.Mannschaft gegen Bad Neustadt (5,5:2,5): Großhans (2046) – Bucur (2243) + - -; Krauseneck (2039) – Söder (2032) ½ – ½; Mikuta (2012) – Hofstetter (2162) + – -; Saring (1990) – Peci (2010) + – -; Daum (1857) – Markert (1902) ½ – ½; Wolf (1956) – Treibel (1836) ½ – ½; Schmitz (1954) – Rothärmel (1782) ½ – ½; Ortlauf (1863) – Orf (1577) ½ – ½