Hör mal, wenn das Einhorn hämmert...

Wenn Einhörner über das Schachbrett fliegen und Hämmer das hämmern anfangen, dann handelt es sich nicht um eine Mischung aus Fantasy-Roman und Baumarkt- oder DIY-Serie. Nein, es ist fantastische Welt des Großen Schachs angesagt. Auch bei der 2. Auflage des Vereinspokals Großes Schach gab es wieder viele wundersame Begegungen und man höre und staune: Mit Sebastian Lindemayr setze sich ein Neuling nach einer großen Schlacht durch. Mehr zum Geschehen und zum Verlauf hat uns der Entwickler und „Schöpfergott″ des Großen Schachs, Erwin Ortlauf, in einem Kurzbericht nach dem Weiterlesen zukommen lassen.


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Fünf Jugendliche und zwei Erwachsene spielten in einem Knockout-Turnier mit Schweizer System den zweiten Vereinspokal des Großen Schachs 10 x 10 aus. Jene, die infolge ungerader Teilnehmerzahl das Freilos bekamen, nutzten dies zu einer Übungspartie mit harten Bandagen unter Wettkampfbedingungen gegen den Turnierleiter Erwin Ortlauf. Gleich in der ersten Runde gab es lange Schlachten, aber auch eine Kurzpartie mit einem tödlichen Einhorn. Auch im 2. Durchgang wurde wacker gekämpft, das Endspiel um den Turniersieg erreichten Tizian Steiner und Sebastian Lindenmayr, der zum ersten Mal ein Turnier Großes Schach 10x10 mitspielte. In der dritten und entscheidenden Runde erreichte die Spannung ihren Siedepunkt. Nach wechselvollem Verlauf spielten Jessica Thein und Martin Turban remis, während Michael Boger das Freilos zog. Bis in elementare Endspiele zogen sich die letzten beiden Partien hin. Nico Baser leistete lange Widerstand gegen Finn Niemann, der am Ende mit zwei Hämmern gegen einen Hammer mattsetzte und so den dritten Platz errang. Die Dramatik kulminierte in der Finalpartie um den Turniersieg. Zunächst spielte sich Tizian Steiner einen klaren Vorteil heraus, aber Sebastian Lindenmayr konterte mit seinem fleißigen Einhorn, das ihm ein aussichtsreiches Endspiel bescherte. Tizian kämpfte, die Partie drohte erneut zu kippen, aber am Ende assistierte das tüchtige Einhorn der Dame beim Mattsetzen. Obwohl nur drei Runden zu absolvieren waren, dauerte das Turnier fast zwei Stunden, mit etlichen hart umkämpften Partien. Die Teilnehmer freuen sich schon auf das nächste Turnier; das Spielen auf dem großen Brett hat auch einen guten Trainingseffekt für das normale Schach.