Kein Klundt zur Traurigkeit

Nur ein Mal hatte er das Nachsehen – und das gleich zu Beginn. Danach zeigte er sich von der unnachgiebigen und erbarmungslosen Seite. Bei der 7. Offenen Bamberger Schnellschachmeisterschaft – zu Ehren Volkhard Rührigs – wurde der Internationale Meister Klaus Klundt vom SC Heusenstamm seiner großen Favouritenrolle mit 6 aus 7 möglichen Punkten souverän gerecht. Die weiteren Plätze auf dem Podest gingen ebenfalls an die Gäste. Rang zwei belegte der ehemalige Sieger Robin Jacobi (Erfurt), Dritter wurde Toralf Kirschneck (Marktleuthen). Bester Bamberger wurde Ralf Mittag gefolgt auf Position vier. Insgesamt fanden 24 Teilnehmer den Weg ins Klemens-Fink-Zentrum, wobei sehr viele Gäste anwesend waren. Eine Einordnung zum Geschehen erfolgt in einem Bericht von Prof. Dr. Peter Krauseneck.


Teilnehmerliste Rangliste Bildergalerie Kreuztabelle

Viele und weitgereiste auswärtige Gäste gaben der diesjährigen offenen Schnellschachmeisterschaft - auch zum Gedenken an den viel zu früh verstorbenen Volkhard Rührig - ihr Gepräge und wurden von 3. Bürgermeister Wolfgang Metzner herzlich willkommen geheißen. Von Halle bis München, von Aschaffenburg bis Marktleuthen reichte das Einzugsgebiet, und die Auswärtigen überwogen zahlenmäßig deutlich. Dies spiegelte sich auch im Schlussergebnis wider. Der für den SC Heusenstamm spielende Aschaffenburger Turnierfavorit Internationaler Meister Klaus Klundt setzte sich trotz Fehlstarts letztlich souverän mit 6 von 7 Punkten durch. Mitfavorit Robin Jacobi aus Erfurt konnte sich hingegen nur dank besserer Feinwertung vor den punktgleichen (je 5 aus 7) Kirschneck, Mittag und Öhrlein Platz 2 sichern. Toralf Kirschneck aus Marktleuthen rettete in der letzten Runde mit dem Glück des Tüchtigen noch eine verlorene Stellung gegen Prof. Krauseneck und machte damit den Triumph der Gäste über die Bamberger Phalanx komplett, während letzterer dennoch den Seniorenpreis gewinnen konnte. Jugendmeister wurde Tobias Kolb aus Seubelsdorf. Bei den Damen mischte Frau Alba Perez Celis vom Bad Kissinger Frauenschach-Förderverein KissChess kräftig bei den Männern mit, erreichte einen hervorragenden 9. Platz und freute sich über das „Männergeschenk“ eines Bierkruges. Rating-Preise gingen an: J. Krisin, SC Bamberg DWZ <2000; S. Muchamedow, SC-Bamberg DWZ <1600 und Skander Souissi ohne DWZ.