Führungswechsel beim Deutsch-jüdischen Schachturnier

Am Ende zählt, wer die berühmte Nasenspitze vorne hat. Spannend wie nie, verlief die 7. Auflage des Deutsch-jüdischen Blitz-Schachturniers. Mit Cedric Oberhofer setzte sich beim Turnier des Schachclub 1868 Bamberg und der Israelischen Kultusgemeinde Bamberg der Youngstar von der Bavaria Regensburg ungeschlagen mit 7,5 Punkten durch. Erst auf der Schlussgeraden fiel dabei in einem durch ständige Führungswechsel gekennzeichneten ausgeglichenen Feld die Entscheidung; und konnte er den Zweitplatzierten Fide-Meister Reiner Heimrath noch entscheidend überrunden. Bester Bamberger wurde der Sieger von 2015 Bernd Hümmer auf Rang 3. Der Titel beste Mannschaft ging einmal mehr wieder an die ausrichtenden Bamberger. Mehr dazu in einem Bericht von Prof. Dr. Peter Krauseneck.


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Mit dem 19jährigen Cedric Oberhofer aus Regensburg gab es wiederum einen neuen Sieger bei diesem bundesweit einmaligen und mit schönen Preisen ausgestatteten Schachturnier, bei dem sich die bayerischen israelitischen Kultusgemeinden untereinander und mit assoziierten und kooperierenden Schachclubs messen. Schirmherr und Großmeister Dr. Helmut Pfleger eröffnete das Turnier traditionsgemäß am Sonntag mit der Demonstration einer besonderen, zum Anlass passenden Partie und stiftete wieder diverse Sachpreise. Die ungewöhnliche Bedenkzeit von 10 Minuten pro Spieler tat ein Übriges dazu, den einmaligen Charakter des Turniers in der Israelitischen Kultusgemeinde zu betonen. Mit IM Safyanowsky—von der IKG Augsburg und den Bambergern Bernd Hümmer und Prof. Peter Krauseneck waren drei der bisherigen Sieger vertreten, konnten sich aber nicht längerfristig an der Spitze behaupten. Häufige Führungswechsel zeigten die Ausgeglichenheit des Feldes, in dem letztlich der jüngste Spitzenspieler die solideste Leistung ohne Partieverlust bei 5 Remisen zeigte und mit einem halben Punkt Vorsprung durchs Ziel ging, gefolgt von 5 punktgleichen Spielern. Hier erreichte nach Feinwertung Reiner Heimrath aus Nürnberg den 2. Platz vor Bernd Hümmer, Hans-Peter Urankar aus Unterhaching und den weiteren Bambergern Dr. Jürgen Röber und dem Jugendlichen Pablo Wolf.

Bei den 5 gemeldeten Mannschaften setzten sich die Bamberger vor Regensburg, einer gemischten Mannschaft „Angstgegner“, Regensburg 2 und Strullendorf durch.

Ein harmonischer Ausklang rundete eine gelungene Veranstaltung ab, die wiederum ihr Ziel, die israelitischen Kultusgemeinden und Schachspieler aus dem ganzen Land einander näher zu bringen, hervorragend erreichte.

Die weiteren Preisträger: Seniorenpreis: Urankar; Jugendpreis Pablo Wolf; Wertungsklasse bis 1900: Grigorij Moroz, Weiden; bis 1600: Niklas Orf, Bad Neustadt; bis 1300: Linus Schalkhäuser, Schweinfurt; noch ohne Wertungszahl: Denis Tahirovic, Bamberg.