Du willst es, Du kriegst es

Gemütlich über die Felder hoppeln. Ostereier suchen. Sich bei warmen Wetter gut gehen und die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Es hätte bestimmt angenehmeres gegeben, als an Feiertagen noch dazu mit (wild-)fremden Schach zu spielen. Prof. Dr. Peter Krauseneck und Jens Herrmann waren sich in ihren Resümees auch einig: Jeder Punkt war hart und mühsam erkämpft. Um jedes noch so kleine schwarze oder weiße Feld wurde unerbittlich, um jeden noch so minimalen Vorteil, verbissen gestritten. Das als „Osterfestspiele“ (BNN, 18 April) bezeichnete Grenke Open vom 18. bis 22. April in Karlsruhe forderte allen Beteiligten  das Äußerste ab und war definitiv nichts für österliche Eiersucher: Frühsommerliche Temperaturen von 25 Grad, vier Doppelspieltage und ein kurzer Wechsel zwischen den Spielen zu Beginn, der dem eines Schichtarbeiters von Nacht- auf Frühschicht in den Schatten stellt, waren einige Strappazen, die beide bereitwillig auf sich nahmen. Dennoch kann sich das Ergebnis sehen lassen: 4 Punkte erzielten beide Spieler im Feld der mit über 900 Teilnehmer gespickten Gruppe A. Nur wenige Plätze trennten beide voneinander: Herrmann erreichte Platz 579, Krauseneck Rang 584. Doch während Herrmann – nach verhaltenem Stotterstart mit Niederlage gegen Großmeister Gregery Antal und darauf folgenden Remisen –  mit seiner Leistung zufrieden und sich über ein kleines DWZ-Plus von 14 Punkten freuen konnte (aktuelle DWZ: 2064), agierte Krauseneck leider zu unkonzentriert und in entscheidenden Momenten glücklos. Ein DWZ-Minus von 15 Punkten war für Krauseneck die Folge (aktuelle DWZ: 2047). Weitere Informationen auf der Seite des Ausrichters.


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